Zerbrochene Werbetafel in Valletta (Bild: SLO)

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Malta: Die Stadt, der Müll und der Tourist

Genug von der schwäbischen Kehrwoche? Es geht auch anders. In der maltesischen Haupstadt Valletta wird der Müll einfach in Tüten auf den Bürgersteig gestellt.

Müll in den Straßen Vallettas (Bild: SLO)Fischreste gehen extra - die werden offen auf eine Zeitung neben den Müll gelegt, denn die Malteser haben ein Herz für die vielen Katzen, die durch die Altstadt streifen. Um den Müll, zu dem die Touristen ihren Teil beitragen, entbrennt ein Wettbewerb, nämlich ob die Bewohner mehr Tüten herausstellen als die Müllmänner, die fast täglich anrücken, mitnehmen können.

Da die Müllmänner meist auf verlorenem Posten stehen, verbreitet sich ein süßlicher Gestank, der aber Gottseidank oft durch Industrieabgase und den schwarzen Qualm aus den Autoauspuffen überlagert wird. Umweltschutz ist die Sache des Maltesers nicht - es gibt zwar eine grüne Partei, die konnte 2004 aber keine der 65 Sitze im maltesischen Parlament erreichen.

Vogel im Käfig in Valletta (Bild: SLO)Dabei sind die Insulaner echte Naturfreunde. Sie fangen - trotz vieler Verbote - Singvögel und sperren sie in winzige Käfige, die sie an die Außenwände der Häuser hängen. Der Gesang der kleinen Piepmätze ist wunderschön - solange er unter der gnadenlosen südlichen Sonne dauert. Wie es ohne Müll und Autos geht, zeigt die ehemalige Hauptstadt Mdina, ein kleines, feines Paradies, das zu Recht "stille Stadt" genannt wird.

Maltas Zukunft im 21. Jahrhundert

Malta ist ein Eldorado für geschichtsinteressierte Touristen. Aber die verfallenden Seitenstraßen von Valletta oder der allgegenwärtige Müll machen schwermütig. Wie wird Malta nach zehn oder zwanzig Jahren in der Europäischen Union aussehen? Vielleicht ist der Schutz der Kulturdenkmäler weiter vorangetrieben und der Wiederaufbau der verwahrlosten Viertel hat begonnen. Vielleicht gibt es dann bleifreies Benzin und Katalysatoren statt dem billigen, verbleiten Sprit aus Tunesien - und TÜV samt ASU für die Autos. Vielleicht sogar Sonnen- und Windenergie und Abwasserkläranlagen. Den Maltesern wäre es zu wünschen: Die Bleibelastung in ihrem Blut ist dreimal so hoch wie die der Schweden.


 


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