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Im
Naturpark Obersauer Gleich vorweg: Diese Region ist nichts für Umtriebige oder Fans des schnellen Kicks - hier geht es gemütlich zu, kleine Dörfchen verlieren sich in der Feld-, Wald- und Wiesenlandschaft und hier herrscht nur eines: absolute Ruhe. Nicht ganz allerdings, denn in diese Ruhe drängt sich das Plätschern, ja Rauschen der Sauer, auch Sure genannt, die in engen Serpentinen die Landschaft durchschneidet und so steile Felshänge schuf, daß diese stellenweise 50, 60 Meter fast senkrecht in die Tiefe fallen. Die engen Pfade, die in diesen Hängen verlaufen, sind aber das einzige, was dem Wanderer irgendwie gefährlich werden könnte. Es sei denn, befindet sich auf einer Wanderung ohne Gepäck von Hotel zu Hotel und er unterschätzt die Tagesetappe, die schon mal acht Stunden beanspruchen kann. Das hängt selbstverständlich von der Tagesform, dem Wetter und dem individuellen Ehrgeiz ab. Sehenswertes
Übrigens wurde Heiderscheidergrund in einer alten Chronik als "Wohnort von Bettlern" bezeichnet - eine Beschreibung, die heute sicher nicht mehr zutrifft; man muss sich nur die große Anzahl teurer Wohnwagen auf dem Campingplatz an der Sauer anschauen... Vergangenheit Immer wieder sieht der Wanderer Schilder mit der Aufschrift "Bunker". Dies sind keine Befestigungsanlagen, weisen aber auf Relikte aus dem Zweiten Weltkrieg hin: In diesen teils natürlichen, teils selbst gebauten Unterschlupfen hielten sich 1944 sogenannte "Refrakteure" versteckt; Luxemburger, die gegen das Naziregime arbeiteten oder einfach nur sich der Zwangsdeportierung entziehen wollten. Da die Ardennen-Offensive über die Region rollte und so die Bevölkerung viel stärker unter den Kampfeshandlungen leiden mußte, ist dieser Teil der luxemburger Geschichte immer noch spürbar. Skulpturen Bei Insenborn lohnt sich die Wanderung entlang des Skulpturen-Weges. Hier stehen teilweise monumentale Bildhauerwerke, die 1999 auf einem internationalen Symposion geschaffen wurden. Eine riesige Stele, aufeinander geschichtete Steine, aber auch kleinere, subtile Arbeiten in der Landschaft plaziert, lassen hinschauen, nachdenken, sogar schmunzeln. "Im Loch"
So zum Beispiel über die Freizeitmöglichkeiten auf dem Stausee, der durch eine Staumauer direkt oberhalb von Esch-sur-Sure gebildet wird. Oder zu etlichen thematischen Wanderwegen, die sich mit Natur, Energie oder Wasser beschäftigen. Kulinarisches Nach
langen Wanderungen, Besichtigungen und ähnlichen kräftezehrenden
Tätigkeiten kommt die unweigerliche Frage nach den kulinarischen
Angeboten. Hier gibt es glücklicherweise mehr als genug. Denn
dieser Teil Luxemburgs gehört zu den Ardennen und kann daher
mit regionalen Spezialitäten wie Ardenner Schinken oder Gerichten
aus dem Fleisch des Ardenner Schafes aufwarten, das jetzt wieder gezielt
gezüchtet wird. Für die luxemburger Küche gilt: Sie hat von den Preussen die Vorliebe für große Mengen und von den Franzosen die Rafinesse übernommen. Allerdings schlägt das Pendel - je nach Koch - mal eher in die eine oder andere Richtung aus. Als gut zu bezeichnen sind die Restaurants des Hotels Theis in Bourscheid-Plage, des Hotels Hatz in Kautenbach und des Hotels Diligence in Arnsdorf. Das Restaurant des Hotels De la Sure in Esch-sur-Sure hat zwar einen gehobenen gastronomischen Anspruch, leidet aber unter dem wenig individuellen, auf Massentourististen ausgerichteten Service. Hinweise für Wanderer im Naturpark Obersauer
Tipp: |
Anfahrt Anreise mit dem Auto von Deutschland aus über die E 44 und bei Trier auf die N 19 entlang der Sauer Richtung Ettelbruck, Esch-sur-Sure. Anreise mit dem Zug über Trier, Luxemburg (Stadt) bis Michelau - von dort Transfer durch Hoteliers. Ein-
und mehrtägige Wanderungen ohne Gepäck bietet die Hotel/Restaurant
Theis Hotel/Restaurant
Hatz Hotel/Restaurant |