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Padua Wer stressfrei in die Stadt gelangen will, sollte sich nicht darauf einlassen, in der Innenstadt einen Parkplatz zu suchen, denn die ist erfreulicherweise autofrei (weitgehend) und dementsprechend schwierig wird die Prakplatzsuche. Am Stadtrand sind Parkplätze ausgeschildert - P + Bussymbol + Zentrumsymbol - dort kann man für 2.- Euro parken und der Pendelbus kostet nichts mehr. Man landet direkt im Zentrum auf der Piazza und kann problemlos losbummeln. Heiliges Selbstverständlich stehen in Padua die Giotto-Fresken in der Capella degli Scrovegni auf dem Programm, ebenso die San Antonio-Wallfahrtskirche. Die Fresken beeindrucken durch ihre Lebendigkeit und den guten Zustand der Farben nach nunmehr 700 Jahren. Die Wallfahrtskirche zeigte sich von zwei Seiten: Einerseits die kunstvolle Ausgestaltung des Innenraums, vor allem die vielen Seitenkapellen. Andererseits scheint der Rummel um den Heiligen Antonius absolut unglaublich - da kann man bei einem Priester nicht nur beichten, sondern einfach seine Probleme vor ihm ausbreiten, Lebensberatung sozusagen und man kann einen Gegenstand segnen lassen (dauert nur fünf Minuten); selbstverständlich spendet man danach angemessen. Märkte Für alle, die eher die handfesten Dinge des Lebens mögen und wissen, daß der Mensch nicht vom Glauben allein lebt, für die empfiehlt sich der Bummel über die Piazza della Frutta und die Piazza dell' Erbe. Hier wird dem Auge und dem kulinarisch Interessierten alles geboten, was regional, wohlschmeckend, wohlriechend und vor allem frisch ist. Pilze, Früchte, Gemüse, Salate, usw. Aber auch Blumen und andere schöne Dinge. Wem dies noch nicht genug ist, der findet zwischen den beiden Plätzen im Erdgeschoss des Pallazo della Ragione mehrere lange Gänge, in denen sich ein Lebensmittelgeschäft an das andere reiht und diese bieten frisches Fleisch (ganze Lämmer oder Hühner) und Fisch (noch zuckende Gambettas), Käse, Brot und Gebäck - alles sieht sehr lecker und appetitlich aus. Dazwischen findet sich immer wieder eine kleine Bar, in der man nicht nur einen Cappuccino, sondern auch einen Prosecco zu sich nehmen kann. Pe Pen Im Zentrum von Padua, unweit der Piazza della Frutta liegt etwas versteckt das Restaurant "Pe Pen". Ein traditionsreiches Haus, in dem sich vor langer Zeit die Noblen der Stadt trafen, um bei einem Glas und einer Pfeife die aktuellen Ereignisse zu besprechen. Heute essen hier Banker ebenso wie Akademiker, Geschäftsleute wie auch andere hier zu Mittag und geniessen das angenehme, geschmackvolle Ambiente verbunden mit individuellen Speisen. So empfiehlt sich als Einstieg ein Teller Tagliatelle (hausgemacht) mit Porcini (Steinpilzen) und Ruccola oder Spinat-Gnocchi (hausgemacht) mit Ricotta gefüllt. Danach vielleicht eine Fegato (Kalbsleber) Veneziana mit Polenta oder ein Teller Pesce alla griglia mista (gegrillte Fische) mit Scampi, Tintenfisch, usw. Auch die Gemüsebeilagen (Zucchini, Fenchel, Aubergine, usw.) kann man gegrillt bekommen, sehr interessant. Beim Nachtisch - Amaretto-Creme - hätte man sich etwas mehr Phantasie (zum Beispiel einen Schuss Alkoholika) gewünscht. Zusammen mit ½ Liter Weißwein, Mineralwasser und Kaffee kostete dieses Menue für zwei 52.- Euro, gemessen an Qualität und Ambiente ein durchaus passendes Preisniveau. Pedrocchi Im Reiseführer eigens erwähnt, das 1831 im klassizistischen Stil errichtete Cafe "Pedrocchi", eines der traditionsreichsten Cafehäuser Italiens; es liegt schräg über die Piazza Cavour nur wenige Schritte vom Restaurant "Pe Pen" entfernt. Sehen und gesehen werden scheint hier das Motto zu sein - die Einrichtung im unverschnörkelten italienischen, coolen Stil. Al Vicolo Viel weniger spektakulär und eigentlich eine ganz "normale" Bar, gerade um die Ecke vom "Pedrocchi", die Bar "Al Vicolo". Einziges, hervorstechendes Merkmal: in der Zeit des pranzo, also des Mittagessens, wird darum gebeten, in der Bar nicht zu rauchen. Eine lobenswerte Geste im nikotinverseuchten Italien. |
Restaurant
"Pe Pen"
Cafe Pedrocchi Bar
Al Vicolo |