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Ischia
als solches
Eines
sei vorweg gesagt: Ischia ist etwas für Sprachinteressierte. Denn
hier gibt es etliche vorherrschende Dialekte. Die wichtigsten (in alphabetischer
Reihenfolge): Bayrisch, Hessisch, Ischiatisch und Neapolitanisch. Daneben
wird Italienisch sowie gelegentlich gehobenes Deutsch und Österreichisch
gesprochen und auch verstanden.
Die Geschäfte
zeichnen sich durch eine absolute Touristenfreundlichkeit aus, die im
Laufe der Jahre, ja Jahrzehnte durch persönliche Kontakte vertieft
und gefestigt wurde. So
berichtete uns ein Schuhgeschäft-Inhaber in Ischia-Porto, dass
er regelmäßig im Frühjahr nach Bonn zum Karneval gehe,
er habe dort Freunde und es mache ihm sehr viel Spaß, dort ausgiebig
mit zu feiern.
Andererseits
gehen Deutsche seit Jahren oder auch Jahrzehnten regelmäßig
auf diese Insel, weil das Klima ihnen zusagt, alles schön überschaubar
ist und - gerade für ältere Menschen - die vielfältigen
Angebote an Thermalbädern, Fangoanwendungen und Massagen das Leben
erleichtern. So erklärte mir ein deutscher Senior, dem ich half,
weil er auf einer steilen, nicht besonders intakten Treppe gestürzt
war, dass diese Treppe sich seit 20 Jahren in diesem jämmerlichen
Zustand befinde und seit damals sich nichts geändert habe.
Andere
sind noch mehr mit der Insel verwachsen und haben hier eine Immobilie
gekauft. Deshalb darf man sich auf einer Wanderung nicht wundern, wenn
man an zwei älteren Männern vorüberkommt, die sich im
urigsten bayrischen Dialekt darüber auseinandersetzen, wie nun
die Wasseruhr abzulesen sei, die sich auf Ischia generell irgendwo zwischen
der Straße und der Grundstücksgrenze befindet. Die Preise
sind mit deutschen gut vergleichbar (dank Euro) und liegen etwas über
deutschem Niveau. Aber dafür gibt's ein angenehmes Klima, blühende
Natur und Erholung en masse.
Transportmittel
Mietauto,
Mietroller und Minitaxi stehen zur Verfügung.
Das Bussystem ist gut ausgebaut, für 0,93 Euro kann man eine Stunde
lang fahren, die Tageskarte kostet 2,74 Euro. Mit ihr kann man mit der
Linie CD (destra für rechtsrum) oder der Linie CS (sinsitra für
linksrum) einmal um die ganze Insel eine Sightseeingtour machen (ohne
Aussteigen etwa drei Stunden). Die meisten Busse fahren am Busbahnhof
von Ischia Porto nahe der Anlegstelle der Fähren und Schnellfähren
ab. Neben den beiden Rundlinien gibt es noch einige Busse, die zu bestimmten
Orten fahren, die nicht an der Ringstraße liegen (z.B. Maronti
Linie 5). Das Busfahren ist recht einfach, die Fahrer trotz der immer
wiederkehrenden Touristenfragen angemessen hilfsbereit. Allerdings -
in der Hauptsaison sind die Busse gut gefüllt bis überfüllt
und - sie besitzen keine Klimaanlage!
> San
Angelo und Maronti-Strand
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