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In den Norfolk Broads Nordöstlich von Norwich in der Grafschaft Norfolk erstreckt sich eine Landschaft, die irgendwie an Holland erinnert. Nicht zu Unrecht, denn die topfebene Region wurde erst in den vergangenen Jahrhunderten dem Meer entrissen und zwar unter anderem von holländischen Ingenieuren, die mit vielen Kanälen den Wasserspiegel um mehrere Meter absenkten, so daß diese Broads jetzt oftmals über dem Niveau des umgebenden Landes liegen. Denn der Untergrund, Torf in meterdicken Schichten, war durch den Wasserentzug geschrumpft. Im Laufe der Zeit hat sich hier eine ertragreiche Landwirtschaft entwickelt. Aber bereits Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich ebenfalls eine florierende Freizeitindustrie. Denn damals schon pflegte die britische Könisgfamilie auf den Broads die Sommerfrische zu genießen; auf einer Holzbarke, die entlang der Kanäle fuhr. Heutezutage kann man schon für 12 Pfund eine Stunde lang als Freizeitkapitän auf den Broads umherschippern. Zwar kommt man nicht weit, aber eine Stunde ist eine Stunde und wenn man ein Picknick dabei hat, ist der Genuß komplett. Neben Booten weden auch Hausboote und Ferienhäuser entlang der Broads vermietet. We es vor Jahrhunderten in der ganzen Region ausgesehen hat, das zeigt Wicken Fen, eine Station des National Trust: Hier befindet sich das letzte Stück Fen (also Moor), das noch in dem Zustand ist, wie vor der Trockenlegung. Diese wenigen Ar stehen unter stengstem Naturschutz und dürfen in keiner Weise verändert werden. Daneben bietet dieses Naturschutzgebiet gedeckte Beobachtungsplätze für die Vogel-Enthusiasten, die Birdwatcher. Neben unterschiedlichen Wasservögeln kann man - je nach Jahreszeit - Zugvögel oder Wintergäste beobachten Eine Attraktion im Sommer ist die Rohrweihe, die hier brütet und der Baumfalke, der von einer hohe Weide aus auf die Wasseroberfläche der Dümpel herunterstürzt, um Libellen im Flug zu erhaschen. So geht ein Tag im Wicken Fen schnell vorüber. Erwachsene zahlen etwa 3 Pfund Eintritt.
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