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Bedürfnisse, drängende. Haben Sie schon mal eine Kirche - ob evangelisch oder katholisch - mit einem Klo erlebt? Sicherlich nicht. Ein Mangel, den auch der Kabarettist Hans Dieter Hüsch beklagt und darin eine Ursache für die zunehmenden Kirchenaustritte sieht (neben der fehlenden Heizung). Auch andere öffentliche Einrichtungen wie Strassen und Plätze bieten in dieser Hinsicht meist nur wenig für essentielle Bedürfnisse. Entweder keinerlei Tolietten oder verschlossene. Falls offen, dann funktionsunfähig: Ansonsten finden sich zumeist Einrichtungen, die sich in mehr oder weniger abschreckendem Zustand präsentieren. Dabei benötigt der durchschnittlich zivilisierte Europäer ein gewisses Maß an Komfort und Gemütlichkeit, damit "es" reibungslos gelingt. Aber Cafes und Restaurants sind (meistens) geheizt und sie bieten (gesetzlich vorgeschrieben) eine Toilette. Also dort könnte man doch mal ... Eine Überlegung, die dem Besitzer der Lokalität durchaus geläufig ist und die ihm nicht gefällt, denn der Bau einer komfortablen und gemütlichen Toilette kostet neben den Reinigungs- und Unterhaltskosten einiges und Menschen, die sein Lokal betreten, nur um "eben einmal", bringen dieses Geld nicht mit, denn sie konsumieren nichts. Die Cafe-
und Restaurantbesitzer in Basel haben ihre eigenen Konsequenzen
gezogen: Entweder schreckt direkt am Eingang ein Schild den
Toilettensuchenden, das ihm mitteilt, er könne die Toilette
nur dann benutzen, wenn er auch Gast des Betriebes sei, also
etwas konsumiere. Extremfälle wie Durchfall oder Prostata-Leiden sind in solch strengem Reglement leider nicht vorgesehen. Das ist sicherlich schade für die Betroffenen und irgendwie intolerant, doch wer unter solchen Unpässlichkeiten leidet, der soll eben zu Hause. Da hat er auch alles was er in dieser Situation benötigt. |
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