Die Monate
In der römischen
Antike wurde der erste Monat des Jahres als mensis Ianuarius
bezeichnet, vermutlich geht die Bezeichnung zurück auf den
altitalischen Gott Ianus - genau, das ist der Gott mit den
zwei Gesichtern. Vielleicht schaut ja das eine Gesicht zurück
in das alte Jahr und das andere in die Zukunft.
Am Ende ihres
Kalenderjahres begannen die Römer mit Sühne- und Reinigungsopfern
für sich und ihre Verstorbenen. februare bedeutet nichts
anderes als "reinigen".
Im römischen
Kalender war der März der erste Monat im Jahr. Sein Name geht
auf den Kriegsgott Mars zurück.
Aprilis mensis
nannten die Römer diesen Monat. Heute wissen wir nicht, was
das Wort einst bedeutet hat. Im Althochdeutschen war noch der Begriff
"ostarmanod" (Ostermonat) gebräuchlich.
Der fünfte
Monat des Jahres verdankt seinen Namen dem römischen Gott Jupiter
Maius, der das Wachstum gewährleisten soll.
Die römische
Göttin Juno ist Namenspatin des Monats.
Julius
Caesar führte eine Kalenderreform durch - zum Dank und zu Ehren
des Geschlechtes der Julier wurde er zum Namenspatron des Monats.
Die Römer
gaben ihrem Kaiser Octavian den Beinamen "Der Erhabene":
Augustus. Im zu Ehren auch der Name des achten Monats.
"Sieben"
kommt von lateinisch septem. Und der September war tatsächlich
der siebte Monat im römischen Kalender.
Mensis October
heißt "achter Monat". Das war er auch im römischen
Kalender. Heute ist er der zehnte. Auch unser Zahlwort "Acht"
geht auf "octo" zurück.
Im römischen
Kalender war der November der neunte Monat und nicht wie heute der
elfte. Daher auch der Name: novem für neun.
304 Tage zählt
das Mondjahr und es hat nur zehn Monate. Der zehnte Monat, lateinisch
mensis December, wurde nach Einführung des Sonnenjahres
mit seinen 365 Tagen zum zwölften Monat. Aber da hatte es seinen
Namen schon weg.