Juni
Die römische
Göttin Juno ist Namenspatin des
Monats.
Mehr als 2.000
Menschen starben, als in der Nacht des 4. Juni 1989 die chinesische
Demokratiebewegung auf dem Platz des Himmlischen Friedens in
Peking niedergeschlagen wurde. Zuvor hatten sich die Hardliner in
der chinesischen Staatsführung durchgesetzt und das Kriegsrecht
verhängt. Zustimmung für das Massaker kam aus Ostberlin:
Der stellvertretende Staatsratsvorsitzende Egon Krenz erklärte,
in China sei die Ordnung wieder hergestellt worden.
Am 9. Juni
1992 wird Armenien Mitglied der UNESCO. Die Anerkennung eines
unabhängigen armenischen Staates zwei Jahre zuvor war eine
der wenigen Lichtblicke der Geschichte dieses Volkes. Zwischen Türken,
Kurden und Russen standen sie mehr als 150 Jahre unter Druck. 1915
gipfelte ihre Diskriminerung in einem Völkermord. Bei
so genannten Todesmärschen starben mehr als eine halbe Million
Armenier.
Am 16. Juni
1963 flog die erste Frau ins All: die russische Kosmonautin
Valentina Vladimirovna Tereshkova. Sie war bei einem speziellen
Programm ausgewählt worden und wurde nach ihrer Mission als
"Held der Sowjetunion" ausgezeichnet. Nach dem medienwirksamen
Flug war ihre Karriere als aktive Kosmonautin wieder vorbei.
Die ganze Geschichte
der Raumfahrt ist geprägt von zwei deutschen Wissenschaftler:
dem Raketenpionier Hermann Oberth und seinem "Schüler"
Werner von Braun. Oberth hatte in den 1920er Jahren als erster
eine realistische Planung für eine bemannte Raumfahrt vorgelegt.
Werner von Braun hatte für die Nazis die V1- und V2-Raketen
entwickelt. Statt einer Bestrafung wartete auf ihn nach dem Zweiten
Weltkrieg ein Job in den USA. Dort leitete er ab 1960 das Marshall-Raumfahrtzentrums
der NASA. Kennedy beauftragte ihn 1961, die Astronauten auf den
Mond zu bringen. Es kostete 24 Milliarden US-Dollar, aber es gelang.
Am 16. Juni 1977 starb Werher von Braun. Seine Visionen wie
Mondstation und Marsmission wurden weder ernstgenommen noch finanziell
unterstützt.
23.
Juni 1933: Am Vorabend der Johannisnacht verbrennen die Nazis
in Mainz Bücher. Es handelt sich aber nicht um Bücher
aus der Mainzer Stadtbibliothek: Der Bibliotheksdirektor Alois
Ruppel hatte gefährdete Bücher einfach mit dem Stempel
"Zur Zeit nicht ausleihbar" versehen und in einer so genannten
Giftkammer versteckt. So überstanden die Bücher die zwölf
Jahre des tausendjährigen Reiches.
Am 27. Juni
ist Siebenschläfertag. Die Bezeichnung des Tages geht
übrigens nicht auf die gleichnamigen possierlichen Nager zurück,
sondern auf die "Sieben Märtyrer von Ephesus". Sieben
Brüder sollen dort in einer Höhle bei lebendigem Leibe
eingemauert worden sein, weil sie nicht ihrem christlichen Gott
abschwören wollten. 196 Jahre später sei die Höhle
geöffnet wurden und die sieben Brüder seien aufgewacht
und aus der Höhle herausgekommen. Die Sage ist in verschiedenen
Variationen überliefert - ursprünglich stammt sie möglicherweise
aus vorchristlicher Zeit.
Es
folgt der Juli