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	<title>SchönerDenken &#187; Prof. Pu und die Pücher</title>
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	<description>Filme, Bücher, Leben. Aktuelle Filme werden hier ebenso besprochen wie fast vergessene Literaturklassiker.</description>
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	<itunes:author>Thomas Laufersweiler</itunes:author>
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		<title>Programmtipp: &#8220;Emmas Glück&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Oct 2009 16:36:15 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das  SWR Fernsehen hat ja einen Lauf  mit den Spätfilmen: Heute 12. Oktober &#124; 23.00 Uhr Nicht das Buch zum Film sondern eine Empfehlung von Prof. Pu zu Buch UND Film: „Emmas Glück“ von Claudia Schreiber. Das Buch Emma, einer einsamen jungen Schweinezüchterin, fällt, samt Ferrari und geklautem Geld, ein einsamer kranker junger Mann durch [...]]]></description>
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		<title>&#8220;Also ich fordere, daß die Welt blau ist!&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Oct 2009 22:13:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Prof. Pu</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Prof. Pu empfiehlt:  &#8220;Die Welt ist blau&#8221; von Viktoria Wolff Mit großem Vergnügen suche ich mir Lektüren, die in der Gegend meines Urlaubsortes spielen &#8211; klappt nicht immer, doch dieses Mal war es ein Volltreffer. Der „Sommerroman aus Ascona“, erstmals erschienen 1933, hat mich bezaubert. Ursula, eine heitere Zwanzigjährige, fährt mit ihrem Geliebten Peter, einem [...]]]></description>
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		<itunes:summary>Prof. Pu empfiehlt:  &#8220;Die Welt ist blau&#8221; von Viktoria Wolff


Mit großem Vergnügen suche ich mir Lektüren, die in der Gegend meines Urlaubsortes spielen &#8211; klappt nicht immer, doch dieses Mal war es ein Volltreffer. Der „Sommerroman aus Ascona“, erstmals erschienen 1933, hat mich bezaubert. Ursula, eine heitere Zwanzigjährige, fährt mit ihrem Geliebten Peter, einem etwas angespannten, bisweilen recht strengen Rechtsanwalt, ins Blaue. Am Gotthard erobert sie sich das Lenkrad:
„Die Geschwindigkeit beschwingt sie, das Steuer verwandelt sie in ein kühnes Kind ohne Besinnen. Die Kilometerleidenschaft der ersten Tage hat sie mit Macht ergriffen. Dem Mann ist nicht wohl zumute dabei. Er fährt in Gedanken jede Kurve mit.
„Paß auf“, sagt er oft, „fahre doch rechts.“
„Wenn Du noch mal den Lehrer spielst, fahre ich dich in den Graben“, droht sie, als sie genug davon hat.
„Das Schlimmste an deiner Drohung ist, daß ich sie dir zutraue, Mädchen.“
Nun gibt aber auch schon die tolle junge Frau dem Wagen einen jähen Ruck, daß er gerade noch in der Kurve zum Stehen kommt.
„Da hast du deinen alten Karren“, sagt sie brüsk.
„Wenn ich nicht Mitleid mit dir hätte, ginge ich zu Fuß ins Tessin.“
„Aber Mädel, so war das doch nicht gemeint.“
„Von mir war das schon so gemeint.“
„Ist da nicht ein t zuviel in diesem Wort?“
Nur solche Töne verfangen bei Ursula.
„Schau einmal an, der Herr ist witzig.““
Sie landen in Ascona am Lago Maggiore, im neuen Hotel auf dem Monte Verità, inmitten einer Ansammlung von Exzentrikern, Lebenskünstlern und merkwürdigen Paarkonstellationen. Im Speisesaal denken sie sich für die Gäste Namen aus: Aus der Frau, die immer nach ihrem Hund Maxi ruft, wird die Maxikanerin, eine andere, sehr Attraktive, nennen sie „das Titelbild“, es gibt das „Trio“, eine Frau mit Ehemann und Geliebtem.

Viktoria Wolff hat das bunte Treiben im Ascona der Zwanziger Jahre, wo sich besonders gerne die reichen Berliner tummelten und „ihre erotischen Ferien verleb[t]en“, wunderbar beschrieben. Das mondäne Hotel gehörte damals dem ehemaligen Bankier Kaiser Wilhelms II., Baron Eduard von der Heydt. Man erzählte sich von „Picassos, die im Hotelaufzug hingen“. Jedes Bett hatte Rollen, um es in „lauen Nächten“ auf den Balkon zu fahren, im Park, durch den die Gäste in „Lufthemden“ wandelten, standen Buddhastatuen. Immer wieder erfreut hat mich die Modernität in den Einstellungen Ursulas:
„Selbstbeschäftigung, zwei Stunden lang“, schlägt Ursula vor, die plötzlich von dem heftigen Wunsch, allein zu sein, überfallen wird.
„Zwei Stunden?“ fragt er zögernd; „das ist lange.“
„Gar nicht lange; ein Zwölftel des Tages! Lächerliche Summe!“
[...]  Ursula steigt allein auf ihren Berg; sie fühlt sich frei und leicht. Peter ist dem See zugegangen. Sie will lesen, reden, schreiben, allein sein, sie weiß nicht recht, was sie will; sie weiß nur, daß sie diese einsamen peterlosen Stunden braucht. [...] Er ist nicht gerne allein; nur aus Klugheit folgt er dem Wunsche des Mädchens, sich zu trennen. Meist hält ihn die quälende Sorge besetzt, warum schickt sie mich fort und was tut sie wohl.“
Während dieser zehn Tage werden sowohl Ursula als auch Peter in Versuchung geführt. Er durch eine geschiedene Dame, sie durch einen im Hotel auftretenden Illusionisten und Zauberkünstler – Ähnlichkeiten mit dem berühmten Hanussen sind beabsichtigt. Peter reagiert übertrieben, Ursula dagegen klug: Sie ist der Meinung, daß alles dazu diente, sich gegenseitig zu prüfen und zu erkennen. Sie fordert einen Vertrag:
1. Offenheit, 2. Selbsterkenntnis, 3. Respekt, 4. Menschlichkeit, 5. Optimismus:
„Also ich fordere, daß die Welt blau ist, auch wenn sie grau scheint, muß sie blau sein, du, hörst du! Das ist eine gewaltige Sache, Peter. Hast du sie verstanden?
§ 5: Die Welt ist blau. Das klingt nicht eben juristisch einwandfrei.
Gerade deshalb ist es die beste Stelle des Vertrages, Pet.“
Anfangs erinnerte mich der Roman mit seiner Leichtigkeit an Tucholskys „Schloß Gripsholm“, gegen [...]</itunes:summary>
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		<itunes:author>Thomas Laufersweiler</itunes:author>
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		<title>Was Kant, Thomas Mann, Casanova, Cyrano de Bergerac, Lagerfeld und Bud Spencer gemeinsam haben</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Jul 2009 22:01:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Prof. Pu</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Prof. Pu empfiehlt: Über den Umgang mit E-Mails – Der Scholz&#38;Friends E-Mail-Knigge Schön gestalteten Büchern, besonders denen aus dem Hermann-Schmidt-Verlag in Mainz, kann ich einfach nicht widerstehen. Gebunden in Leinen, mit Golddruck – wie oft gibt es das schon noch in den modernen Zeiten von E-Book &#38; Co. Erst recht nicht widerstehen konnte ich dem [...]]]></description>
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		<itunes:summary>Prof. Pu empfiehlt: Über den Umgang mit E-Mails – Der Scholz&#38;Friends E-Mail-Knigge

Schön gestalteten Büchern, besonders denen aus dem Hermann-Schmidt-Verlag in Mainz, kann ich einfach nicht widerstehen. Gebunden in Leinen, mit Golddruck – wie oft gibt es das schon noch in den modernen Zeiten von E-Book &#38; Co. Erst recht nicht widerstehen konnte ich dem Thema: 10 Regeln über den ordentlichen, andere Menschen nicht nervenden, Fluten und zusätzlichen Aufwand vermeidenden, sinnvollen und vor allem sparsamen Umgang mit E-Mails. Es gibt bestimmt niemanden, der sie nicht bisweilen als Plagegeist Nr. 1 empfindet. Aus dem Vorwort:
&#8220;Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts saß der geistig arbeitende Mensch im &#8220;Kontor&#8221;, empfing bisweilen Besucher und korrespondierte. Kurz darauf klingelte zum ersten Mal ein Telefon. Fortan saß man im &#8220;Bureau&#8221;, empfing bisweilen Besucher, korrespondierte und telefonierte. Einige Zeit später fiepte das erste Fax, und der Mensch saß im &#8220;Büro&#8221;, empfing weiterhin Besucher, korrespondierte, telefonierte und bediente das Faxgerät. Nebenbei ging er selbstverständlich noch seiner Arbeit nach. Dann kam die E-Mail: Heute sitzt der geistig arbeitende Mensch im &#8220;Office&#8221;. Und neben Besuchern, Korrespondenz, Telefonaten und Fax empfängt er eine Flut von E-Mails, die allesamt aufs pünktlichste beantwortet sein wollen. Und so ganz nebenbei bleibt ihm dabei keine Zeit für die Arbeit mehr.“
Als ich das letzte Mal aus einem dreiwöchigen Urlaub zurückkam, hatte ich ca. 600 Mails – und benötigte fast zwei Stunden, um die Unwichtigen von den Wichtigen zu trennen. Übrig blieben 120. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die ihre Bedeutung an der Anzahl ihrer Mails messen, mitnichten. Oder ihre Nichtauslastung, Langeweile, empfundene Un-Bedeutung bekämpfen, indem sie, selbstverständlich mit großem Verteilerkreis, (s. Regel Nr. 8: &#8220;Kein Verteiler des Grauens!&#8221;) jede noch so kleine Information in die Welt hinausposaunen. Oder fragen, ob ihnen jemand eine Schlafbrille für den Urlaub leihen könnte. Mir spricht der E-Mail-Knigge aus dem tiefsten Grunde meines Herzens. Meine Lieblingsregel ist Nr. 2:
„Jede E-Mail braucht eine gute Betreffzeile“
Ja! Ja! Ja! Der erläuternde Text zu diesem Gebot hat bei mir einen Lachanfall ausgelöst:
„Wieso Thomas Mann seinen ‚Zauberberg’ nicht &#8220;FWD: FWD: Hallöchen&#8221; nannte“
Noch viel schlimmer als &#8220;Re: Antwort: &#60;kein Betreff&#62;&#8221; finde ich die leere Betreffzeile bei beruflichen Mails – die muss ich dann immer nachtragen, sonst ist es recht schnell aus mit Überblick bewahren. Ich muss allerdings gestehen, dass ich mir bei der Lektüre schon auch mal an die eigene Nase fassen musste &#8230; Im Grunde sollte man sich die goldenen Regeln immer wieder zu Gemüte führen – die Arbeitswelt könnte ein wenig besser werden &#8230;
Die Erläuterungen zu den grafisch sehr schön gestalteten Geboten (wie gesagt, Golddruck!) sind ausgesprochen humorvoll und noch nie habe ich in einem Anhang so witzige Kurzbiographien der erwähnten Personen gelesen.
Eine rundherum amüsante, äußerst sinnvolle und bibliophile Kostbarkeit, der ich eine Millionen-Auflage wünsche! Für mich das Buchgeschenk 2009.
Scholz&#38;Friends: Über den Umgang mit E-Mails
Hermann-Schmidt-Verlag 2009
€ 15.-
ISBN 978-3-87439-781-0</itunes:summary>
		<itunes:keywords>Buch, Podcast</itunes:keywords>
		<itunes:author>Thomas Laufersweiler</itunes:author>
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		<title>Das Leben in &#8220;abgespeckter Version&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Jun 2009 22:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Prof. Pu</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Prof. Pu empfiehlt: Così fan tutte von Alan Bennett Was für eine Vorstellung: Man kommt nach einem Opernbesuch nach Hause und die Wohnung ist vollständig leer: Bei den Ransomes war eingebrochen worden. „Wir sind überfallen worden“ sagte Mrs. Ransome. „Es ist eingebrochen worden“, korrigierte Mr. Ransome. In Häuser wurde eingebrochen, Personen wurden überfallen. Mr. Ransome [...]]]></description>
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Bei den Ransomes war eingebrochen worden. „Wir sind überfallen worden“ sagte Mrs. Ranso[...]</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Prof. Pu empfiehlt: Così fan tutte von Alan Bennett


Was für eine Vorstellung: Man kommt nach einem Opernbesuch nach Hause und die Wohnung ist vollständig leer:
Bei den Ransomes war eingebrochen worden. „Wir sind überfallen worden“ sagte Mrs. Ransome. „Es ist eingebrochen worden“, korrigierte Mr. Ransome. In Häuser wurde eingebrochen, Personen wurden überfallen. Mr. Ransome war von Beruf Anwalt und fand, daß es auf Worte ankam. Allerdings war ’eingebrochen’ ebenfalls das falsche Wort. Einbrecher sind wählerisch; sie suchen aus. Sie nehmen den einen Gegenstand mit und ignorieren andere. Es gibt eine Grenze dessen, was Einbrecher mitnehmen können: Sie nehmen beispielsweise selten Sessel mit, und Sofas noch seltener. Diese Einbrecher taten das. Sie nahmen alles mit.
Alles, was sich bei den Ransomes im Laufe ihrer 32-jährigen Ehe angesammelt hat, alles, was man brauchte oder auch nicht mehr benötigte, alles, woran man hing – verschwunden. Sogar der Braten, der im Ofen während „Così fan tutte“ vor sich hinschmoren sollte, ist weg. Mrs. Ransome weint, Mr. Ransome sucht einen öffentlichen Fernsprecher. Als um 4 Uhr morgens endlich die Polizei eintrifft, ist auch sie erstaunt.
„Sind Sie gerade erst eingezogen?“ fragte der Inspektor, während er die nackten Dielen betrachtete.  „Nein“, sagte Mr. Ransome, „wir wohnen seit dreißig Jahren hier.“ „Voll möbliert?“ „Natürlich“, sagte Mr. Ransome. „Es war ein ganz normales Zuhause.“ „Ein Sofa, ein Sessel, eine Uhr“, sagte Mrs. Ransome. „Wir hatten alles.“ „Fernseher?“ fragte der Wachtmeister schüchtern. „Ja“, sagte Mrs. Ransome. „Wir haben nicht oft geschaut“, sagte Mr. Ransome. „Videogerät?“ „Nein“, sagte Mr. Ransome, „das Leben ist kompliziert genug“.
Und während Anwalt Ransome mit der Versicherung ringt, empfindet seine Frau nach ein paar Tagen die leere Wohnung als Herausforderung. Sie beginnt zaghaft mit einer provisorischen Möblierung, empfindet Freude und Erfüllung im Entdecken neuer Geschäfte, die sie vorher nie betreten hatte. Sie erlebt eine Horizonterweiterung in jeder Hinsicht. Sie beginnt, das Leben in „abgespeckter Version“ zu mögen. Denkt an ihr Tafelservice für 12 Personen, obwohl sie niemals Gäste zum Essen haben.
Mr. Ransome dagegen kauft ein Wörterbuch – er korrigiert gern die Sprache seiner Frau  &#8211; und einen billigen CD-Spieler und trauert seiner Mozart-Sammlung hinterher. Sie arrangieren sich. Dann erhalten sie eine Zahlungsaufforderung von Rasant &#38; Zuverlässig, Umzüge &#38; Lagerungen, und fahren hin. Sie finden ihre komplette Einrichtung, identisch angeordnet, in einem Container, und erfahren, wie ihre Wohnung dort hingekommen ist. Womit die Veränderungen in ihrer Mittelklasse-Ehe noch lange kein Ende finden &#8230;
Eine brilliante Idee und eine weitere wunderbare Geschichte Alan Bennetts, dem Autor der „Souveränen Leserin“. Sie bereitet doppelt vergnügliche Stunden &#8211; erst beim Lesen und dann beim Sinnieren: Man kommt nach einem Opernbesuch nach Hause und die Wohnung ist vollständig leer &#8230;
Alan Bennett
Così fan tutte
Wagenbach €16,90
978-3-8031-1213-2</itunes:summary>
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		<itunes:author>Thomas Laufersweiler</itunes:author>
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		<title>Stieg Larsson: 2308 Seiten Abtauchen</title>
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		<pubDate>Sat, 23 May 2009 22:01:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Prof. Pu</dc:creator>
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		<itunes:summary>Prof. Pu empfiehlt : Verblendung, Verdammnis, Vergebung. Die Millennium-Trilogie von Stieg Larsson


Es bleibt mir nichts anderes übrig als mich in den Chor der  Millionen Leser  einzureihen: Diese drei Kriminalromane machen so süchtig, daß man sich im Grunde eine Woche dafür frei nehmen müßte. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zum letzten Mal 500 Seiten am Stück nicht gelesen, sondern aufgesogen habe. Zugegeben, die Titel der deutschen Übersetzungen sind weder besonders aussagekräftig noch originell, sie kommen mir fast willkürlich vor. Klar ist auf jeden Fall, daß man die drei Romane am besten zügig hintereinander wegliest. Sie schließen so strikt aneinander an, daß man gar nicht anders kann, als sofort in den nächsten Band einzusteigen.
Man muss unbedingt wissen, wie es mit dem Journalisten und selbsternannten Privatdetektiv Mikael Blomkvist und Lisbeth Salander, der spröden jungen Computerspezialistin mit den vielen Fähigkeiten und Macken, weitergeht, nachdem sie im ersten Band „Verblendung“ gemeinsam einen spektakulären Fall gelöst haben: Ein Firmenmagnat beauftragt Blomkvist, als dessen Biograf getarnt, eine schreckliche Familiengeschichte aufzudecken. In „Verdammnis“, dem zweiten Band der Trilogie, bietet jemand Blomkvist und seiner Zeitschrift „Millennium“ eine haarsträubende Enthüllungsgeschichte an über den Handel mit osteuropäischen Mädchen, in die auch Amtsträger des schwedischen Staates verwickelt sind.

Salander, die Hackerin, Blomkvists Festplatte immer fest im Blick, entdeckt in den Recherergebnissen Menschen aus ihrer Vergangenheit, mit denen sie noch abzurechnen hat. Womit man nahtlos im dritten Band „Vergebung“ landet: Blomkvist findet Salander mit einer Kugel im Kopf. Atemlos wird man Zeuge einer weiteren, unglaublich spannenden  Erzählung über die geheimen und auch absurden Machenschaften der schwedischen Sicherheitspolizei, und der Lebensgeschichte Lisbeth Salanders, die nach ihrer Genesung wegen Mordverdachts vor Gericht steht.
Nicht nur die Hauptstränge der Romane sind fesselnd sondern auch die vielen Geschichten um die Nebendarsteller. Nie verliert Larsson die Fäden aus der Hand, alles bleibt schlüssig und wird bis ins Letzte aufgelöst. Das macht die Lektüre auch so suchterregend – er dreht immer noch eine Schleife, beschreibt noch eine weitere Person so deutlich, daß man sie malen könnte. Die besten Romane sind für mich die, deren Protagonisten mich auch noch nach Abschluß der Lektüre in Gedanken begleiten, so, als wären sie echte Menschen aus meiner Umgebung. Diese Bücher bedürfen keiner Verfilmung, sie sind das perfekte Kino im Kopf. Aber es gibt sie natürlich: Der erste Teil hatte im Februar Premiere in den schwedischen Kinos, Teil 2 und 3 wurden für das Fernsehen produziert.
Sehr traurig ist, daß Stieg Larsson nach Abschluß des dritten Bandes im Alter von nur 50 Jahren verstorben ist. Man spürt es deutlich am Ende des letzten Romans, da wäre noch viel zu erzählen gewesen &#8230; 2308 Seiten waren nicht genug – und schon gar nicht zuviel!
Stieg Larsson
Verblendung
978-3-453-43245-1
Verdammnis
978-3-453-4317-5
Vergebung
987-3-43-3406-6
Heyne-Taschenbuch je € 9,95
Trailer für den 1. Teil</itunes:summary>
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