TV-TIPP: “Im Winter ein Jahr”
Ein Beitrag von PJ, abgelegt unter Kino am 27.Dezember 2011
“Im Winter ein Jahr” | 28.12.2011 | 20.15 Uhr | Das Erste
Es soll im Film “Im Winter ein Jahr” ums Malen gehen, hat mir jemand gesagt. Und da ich selbst ein wenig mit Farben hantiere, interessierte mich der Film. Der Titel sagte mir nichts, auch während des Films dämmerte es erst allmählich, dass er von einem Ereignis handelt, das im kommenden Winter (der Film spielt im Herbst) ein Jahr zurückliegt. Es geht schon ums Malen, das aber erst später. Zuerst geht es um eine Familie, die Mutter (Corinna Harfouch) eine erfolgreiche Innenarchitektin, der Vater (Hans Zischler) ein renommierter Wissenschaftler und Fachbuchautor, die Tochter (Karoline Herfurth) mehr oder weniger ehrgeizige Tanzelevin und der Sohn, von dem man anfangs nur erfährt, dass er den ersten Schnee über alles liebt. Genauer gesagt, liebte – denn er verschwindet recht bald aus der Szenerie. Nun will die Mutter ein Bild von Tochter und Sohn bei einem renommierten Maler in Auftrag geben. Beide sollen abgebildet werden, obwohl – erfährt man im Gespräch mit dem Maler (Josef Bierbichler) – der Sohn tot ist. Im Winter ein Jahr. weiterlesen


Zu Fuß quer durch Europa – das haben wir doch schon mal irgendwo gehört? Ja – dieser Seume machte doch im 19. Jahrhundert einen „Spaziergang nach Syrakus“! Wer aber ist Patrick Leigh Fermor? Laut Wikipedia einer der wichtigsten englischen Reiseschriftsteller. Dieser machte sich eines Tages auf, um von Hoek van Holland an Rhein und Donau entlang zum Bosporus zu wandern. Der Zeitpunkt war aus Sicht Fermors genau der Richtige: Der gerade 18-Jährige war in Cambridge von der Schule geflogen (wegen des Anbandelns mit der Tochter des Gemüsehändlers), hatte nach etlichen Monaten Privatunterricht die Nase voll und beschloß, diese Wanderung zu unternehmen. Aus Sicht des (deutschen) Lesers war der Zeitpunkt ebenfalls bestens gewählt: Spätherbst 1933, also ein halbes Jahr nach Hitlers „Machtergreifung“.












