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	<title>SchönerDenken &#187; Krimi</title>
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		<title>SchönerDenken</title>
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	<itunes:author>Thomas Laufersweiler</itunes:author>
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		<title>&#8220;Verblendung&#8221;: &#8220;Darf ich ihn töten?&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 08:36:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Üblichen Verdächtigen]]></category>
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		<description><![CDATA[Ist der Film spannend? Nimmt er seine Zuschauer gefangen? Ist Daniel Craig der Richtige für die Rolle? Die Üblichen Verdächtigen sind sich nicht einig. Auf jeden Fall braucht David Finchers Version von &#8220;Verblendung&#8221; geschätzt eine Dreiviertelstunde, bis er bei sich und den (meisten) Zuschauern angekommen ist. Einem dramaturgischen Korsett unterwirft sich Fincher nicht und das [...]]]></description>
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Ist der Film spannend? Nimmt er seine Zuschauer gefangen? Ist Daniel Craig der Richtige für die Rolle? Die Üblichen Verdächtigen sind sich nicht einig. Auf jeden Fall braucht David Finchers Version von &#8220;Verblendung&#8221; geschätzt eine Dreiv[...]</itunes:subtitle>
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Ist der Film spannend? Nimmt er seine Zuschauer gefangen? Ist Daniel Craig der Richtige für die Rolle? Die Üblichen Verdächtigen sind sich nicht einig. Auf jeden Fall braucht David Finchers Version von &#8220;Verblendung&#8221; geschätzt eine Dreiviertelstunde, bis er bei sich und den (meisten) Zuschauern angekommen ist. Einem dramaturgischen Korsett unterwirft sich Fincher nicht und das hat auch seine Nachteile: Statt in anderthalb Stunden den Bogen kriegen zu müssen, kann sich diese Verfilmung Zeit für Details nehmen &#8211; und manchmal auch verzetteln. Ein düsterer, schwieriger, auf jeden Fall sehr sehenswerter Film &#8211; und definitiv eher für Hartgesottene, denn einige Gewaltszenen snd schwer zu ertragen. Thomas, der die europäische Verfilmung noch nicht kennt, freut sich jetzt auf den Vergleich.
Verblendung (The Girl with the Dragon Tattoo)
USA 2011, 158 Min., Regie: David Fincher
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		<itunes:author>Thomas Laufersweiler</itunes:author>
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		<title>Erinnerungen an ein abgestrittenes Leben</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Jul 2011 22:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Prof. Pu</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Prof. Pu empfiehlt &#8220;Der Trakt&#8221; von Arno Strobel. Nach längerer Krimi-Abstinenz hatte ich mal wieder Lust auf Entspannung durch Spannung. Arno Strobels Kriminalroman ist ein Psychothriller mit relativ wenig Blut, dafür um so subtiler in seiner Grausamkeit und den Leser auf Feinste manipulierend. Er führt einen zusammen mit der Protagonistin so sehr in die Irre, [...]]]></description>
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		<itunes:summary>Prof. Pu empfiehlt &#8220;Der Trakt&#8221; von Arno Strobel.


Nach längerer Krimi-Abstinenz hatte ich mal wieder Lust auf Entspannung durch Spannung. Arno Strobels Kriminalroman ist ein Psychothriller mit relativ wenig Blut, dafür um so subtiler in seiner Grausamkeit und den Leser auf Feinste manipulierend. Er führt einen zusammen mit der Protagonistin so sehr in die Irre, dass man, genau wie sie, seinen Eindrücken nicht mehr trauen kann.
Sibylle Aurich erwacht aus einem Traum, in dem ihr Sohn entführt wurde. Sie liegt in einem Krankenhausbett in einem seltsamen Kellerraum und kann sich nicht erinnern, wie sie dort hingekommen sein soll. Ein Arzt erzählt ihr, sie sei in einem Park überfallen worden und habe durch einen Schlag auf den Kopf zwei Monate im Koma gelegen. Ihre erste und wichtigste Frage ist die nach ihrem Sohn:
Muhlhaus beugte sich nach vorne und legte seine Hand auf ihre:
„Frau Aurich, ich kann nicht sagen, warum &#8230; ich meine, wo diese Gedanken herkommen. Vielleicht hat der Schlag auf den Kopf sie ausgelöst, aber &#8230; Frau Aurich, Sie irren sich. Sie haben keinen Sohn.“
Er erklärt ihr, ein menschliches Gehirn sei zu unfassbaren Leistungen fähig und könne ebenso unfassbare Streiche spielen. Trotz ihrer grossen Verwirrung ist sie sich sicher, dass hier einiges nicht stimmt. Es gelingt ihr, aus dem Keller zu fliehen. Als sie, aufsehenerregend, in ihrem Krankenhaushemdchen auf der Strasse steht, hält ein Wagen mit einer schrillen rothaarigen Frau, die sich ihrer annimmt. Notdürftig mit einem alten Mantel bekleidet, läßt sie sich nach Hause zu ihrem Mann bringen – der sie nicht erkennt und behauptet, seine Frau sei vor zwei Monaten verschwunden und sie hätten kein Kind. Auf dem Hochzeitsfoto an der Wand steht ihr Mann neben einer anderen Frau. Sibylle blickt nicht mehr durch. Doch da hat ihr vermeintlicher Ehemann schon die Polizei gerufen. Sie schafft es, auch ihr zu entkommen.

Immer stärker bekommt sie das Gefühl, geisteskrank geworden zu sein. Es taucht ein mysteriöser Mann auf, ein ehemaliger Fremdenlegionär, der von einem „der Doktor“ genannten Auftraggeber angeheuert wurde, Sibylle zu beschatten. Zunächst bemerkt sie ihn nicht.
Der Doktor hatte recht behalten. Jane hatte sich zu dem Haus bringen lassen.
Hans kannte ihren richtigen Namen gar nicht. Das war schade. Der Doktor hatte ihr den Namen Jane Doe gegeben, so wie in Amerika unbekannte Frauen oder nicht identifizierte weibliche Leichen genannt wurden. Hans hatte noch eine Entscheidung des Doktors in Frage gestellt, aber dieser Name widerstrebte ihm, und er konnte nichts dagegen tun.
Sibylle wird nicht nur von Hans beobachtet – ein Mann, dessen Schwester offenbar ein ähnliches Schicksal ereilte, bietet ihr Unterstützung an. Sie vertraut ihm, doch er ist nicht der, der er vorgibt zu sein.
Strobel gelingt es hervorragend, die immer stärker und größer werdende Verwirrung Sibylles auf den Leser zu übertragen. Warum nur hat sie ständig Peter-Maffay-Lieder im Kopf? Den mochte sie doch noch nie! Jede neue Person, die auftaucht, um ihr zu helfen, findet man mit ihr zusammen sofort suspekt oder doch vertrauenswürdig, ändert bald wieder seine Meinung, um am Ende dann wieder hereingefallen zu sein. Man ist sich sicher, ihr Gehirn muss manipuliert worden sein, nur wie und warum? Wer ist sie denn nun wirklich? Ein paar Ungereimtheiten habe ich dafür gern in Kauf genommen, wie auch den Schluss, der mir in den letzten Zeilen dann doch etwas zu gefühlig geraten ist.
Arno Strobel
Der Trakt
Fischer-Taschenbuch € 8,95
978-3-596-18631-0
www.arno-strobel.de</itunes:summary>
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		<itunes:author>Thomas Laufersweiler</itunes:author>
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		<title>&#8220;Frag den Papagei&#8221;: Der ultimative Profi</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Mar 2011 23:01:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lieblingszitat: &#8220;Entweder ich fessele Sie, oder ich erschieße Sie. Sie zu erschießen, wäre für uns beide leichter, weil Sie dann nicht mehr so angespannt sind. Ich tu&#8217;s nur nicht, weil die Bullen dann so motiviert sind.&#8221; Darum geht’s: Parker ist nach einem Bankraub auf der Flucht &#8211; er findet Unterschlupf bei einem alten Mann, der [...]]]></description>
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		<title>Montalbano wird alt – und hat noch einiges zu lernen</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Oct 2010 22:01:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Il Commissario folgt der Spur des Fuches Es ist kein guter Morgen für Montalbano. Am Strand vor seinem Haus liegt ein erschlagenes Pferd. Und das verschwindet kurze Zeit später einfach wieder spurlos. Nun gehören malträtierte Tiere nicht unbedingt in den Zuständigkeitsbereich des Commissario. Aber – Montalbano ist empört. Wer ist zu einer solch grausamen Tat [...]]]></description>
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		<title>Wo beginnt ein Verbrechen?</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Aug 2010 22:00:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Prof. Pu</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Prof. Pu empfiehlt: &#8220;Verbrechen&#8221; von Ferdinand von Schirach So möchte ich schreiben können, so klar, besonnen, nüchtern und fesselnd zugleich und vor allem so berührend. Lauter unglaubliche Geschichten, doch sind sie wahr. Behauptet der Klappentext. Ich hätte gewettet, sie sind alle erfunden, gut ausgedacht. Doch Ferdinand von Schirach, begehrter Strafverteidiger, hat einfach seine Fälle aufgeschrieben. [...]]]></description>
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So möchte ich schreiben können, so klar, besonnen, nüchtern und fesselnd zugleich und vor allem so berührend.
Lauter unglaubliche Geschichten, doch sind sie wahr.
Behauptet de[...]</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Prof. Pu empfiehlt: &#8220;Verbrechen&#8221; von Ferdinand von Schirach


So möchte ich schreiben können, so klar, besonnen, nüchtern und fesselnd zugleich und vor allem so berührend.
Lauter unglaubliche Geschichten, doch sind sie wahr.
Behauptet der Klappentext. Ich hätte gewettet, sie sind alle erfunden, gut ausgedacht. Doch Ferdinand von Schirach, begehrter Strafverteidiger, hat einfach seine Fälle aufgeschrieben. So unglaublich kann die Realität sein, jede Geschichte ließ mich von Neuem staunen. Er erzählt in seinem Erstlingswerk von Schicksalen, von Verbrechen, die ich nicht mehr vergessen werde.
Es ist höchst irritierend, sich bei Mitleidsanwandlungen zu ertappen; Mitleid einem Arzt gegenüber, der seine Frau getötet hat. Eine Frau, die er mit 24 heiratet und die ihn über vierzig Jahre lang mit schriller Stimme demütigt, beschimpft und lächerlich macht. Er versucht es auszuhalten, weil er ihr auf der Hochzeitsreise geschworen hat, sie nie zu verlassen. Bis es nicht mehr auszuhalten ist. Er erschlägt sie im Keller und ruft anschließend mit ruhiger Stimme die Polizei.
Der Staatsanwalt beantragte acht Jahre. Er ließ sich Zeit, er schilderte den Tatablauf und watete durch das Blut im Keller. Dann sagte er, Fähner habe Alternativen gehabt, er hätte sich scheiden lassen können.
Der Staatsanwalt irrte, genau das hätte Fähner nicht gekonnt. Die letzte Reform der Strafprozessordnung hat den Eid als obligatorische Beteuerung einer Aussage im Strafprozess abgeschafft. Wir glauben schon lange nicht mehr daran. Wenn ein Zeuge lügt, lügt er eben – kein Richter denkt ernsthaft, das würde sich durch einen Eid ändern lassen. Dem modernen Menschen scheint der Schwur gleichgültig zu sein. Aber, und in diesem ‚aber‘ liegt eine Welt, Fähner war kein moderner Mensch. Sein Versprechen war ernsthaft. Es hatte ihn sein ganzes Leben gebunden, mehr noch: Er wurde zum Gefangenen. Fähner konnte sich nicht befreien, das wäre Verrat gewesen. Die Gewalteruption war das Bersten eines Druckbehälters, in den er lebenslang durch seinen Eid eingesperrt war.
 Fähner bekam drei Jahre im offenen Vollzug und begann mit 72 einen Handel mit den Äpfeln aus seinem eigenen Garten, den seine Frau so sehr gehasst hat.

Auch Schirach erschien mir in einem Fernseh-Interview mit Gero von Boehm wie ein angenehm altmodischer Mensch aus einem anderen Jahrhundert. „Wieso kann er so gut schreiben?“ fragte mich ein Kollege. Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass mich die Stories über ungelöste wie aufgeklärte Verbrechen zutiefst beeindruckt haben.
In jeder Erzählung muss man sich neu orientieren: Wann beginnt ein Verbrechen? Beim hilflosen Versuch eines Mannes, mithilfe eines dilettantischen Banküberfalls zu seiner Familie zurückzukehren? Wo liegt die Schuld? Bei der Schwester, die das elende Leben ihres durch einen Unfall behinderten Bruders nicht mehr ertragen kann? Genial beschreibt Schirach die hauchfeinen Grenzen zwischen Schuld und Unschuld.
Große Erzählkunst, spannende Geschichten. Beim Lesen schwankte ich ständig zwischen der großen Lust, das Buch auf einmal zu verschlingen und dem Genuss, besonders langsam zu lesen um länger davon zu haben. Zu meinem großen Lese-Glück liegt auf dem Nachttisch schon der zweite Band, „Schuld“.
Die Filmrechte an „Verbrechen“ sind verkauft, die Üblichen Verdächtigen dürfen gespannt sein &#8230;
Ferdinand von Schirach
Verbrechen
Piper 16,95 €
978-3-492-05362-4
Ab September auch als Piper-Taschenbuch Nr. 05955 8,95 €
Audio-Tipp: Ferdinand von Schirach zu Gast bei SWR1 Leute Rheinland-Pfalz (37:14 min)</itunes:summary>
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		<title>Wenn wir alles zeigen können, ist am Ende nichts zu sehen</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 23:01:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Üblichen Verdächtigen kommen aus &#8220;In meinem Himmel&#8221; und sind unzufrieden: zuviel Kitsch, zuviel plakative Ergriffenheit &#8211; selbst Thomas, der dem Film noch am ehesten zugetan war, hätte gerne den Kitschregler runtergedreht. Hören Sie im Podcast, warum die gezeigte Zwischenwelt hanebüchen und warum der Film trotz erstklassiger Darsteller ärgerlich und unangemessen ist. Und am Ende [...]]]></description>
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		<itunes:subtitle>Die Üblichen Verdächtigen kommen aus &#8220;In meinem Himmel&#8221; und sind unzufrieden: zuviel Kitsch, zuviel plakative Ergriffenheit &#8211; selbst Thomas, der dem Film noch am ehesten zugetan war, hätte gerne den Kitschregler runtergedreht. Höre[...]</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Die Üblichen Verdächtigen kommen aus &#8220;In meinem Himmel&#8221; und sind unzufrieden: zuviel Kitsch, zuviel plakative Ergriffenheit &#8211; selbst Thomas, der dem Film noch am ehesten zugetan war, hätte gerne den Kitschregler runtergedreht. Hören Sie im Podcast, warum die gezeigte Zwischenwelt hanebüchen  und warum der Film trotz erstklassiger Darsteller ärgerlich und unangemessen ist. Und am Ende beginnt eine Diskussion darüber, was passiert, wenn das aktuelle Kino alles bebildern will, was es bebildern kann. Wenn wir alles zeigen können, ist am Ende nichts zu sehen:

Im Grunde liefert Peter Jackson zwei Filme ab: einen spannenden, düsteren Krimi, der leider nicht zu einem Ende findet und die überbunte, klischeebeladene Paradieswelt eines 14-jährigen Mord- und Vergewaltigungsopfers. Schicksalsergebene Trauerarbeit, ein naives &#8220;Schreckliche Dinge passieren, aber wir lernen darüber hinwegzukommen&#8221; &#8211; ist das die angemessene Art mit einem derartigen Verbrechen umzugehen? Peter Jackson übernimmt diese problematischen Elemente aus der in den USA sehr erfolgreichen Romanvorlage von Alice Sebold. Beim Perlentaucher lesen wir:
&#8220;Dabei geht es Alice Sebold, wie Kredel meint, nicht um das Verbrechen und seine Bedeutung, sondern um eine &#8220;therapeutische Anleitung zum Trauern&#8221;, denn natürlich werde am Ende alles gut. &#8220;Die Realität ist manchmal schrecklich, aber auch voller Trost&#8221;, fasst Kredel die eher küchenpsychologische Botschaft des Buches zusammen und legt die Vermutung nahe, dass Sebold damit schlechthin das Buch für ein trauerndes Amerika geschrieben hat, das den Horror erfahren hat und nach Heilung dürstet.&#8221;
Küchenpsychologie und dazu eine vollständig ausgefilmte Fantasiewelt &#8230; Wo Peter Jacksons Plastilinfiguren bei &#8220;Heavenly Creatures&#8221; der Vorstellungskraft der Zuschauer als Treibsatz dienten, hat er hier zuviele knallbuntnaive Feuerwerksraketen abgeschossen, die keinen Kinohimmel erreichen werden. All das überdeckt die Meisterschaft mit der Jackson den eigentlichen Krimi inszeniert. Ein großer Regisseur, aber kein großer Film.

Links
Birte Lüdeking erklärt bei critic.de:
&#8220;Gegen Ende folgt eine weitere missstimmige Parallelmontage, die vielmehr bizarr, statt bewegend ist: Susie kehrt noch einmal auf die Erde zurück, indem sie in den Körper eines anderen Mädchens fährt, um sich den verpassten ersten Kuss von ihrem Schulschwarm abzuholen. Als wäre diese dem Buch entliehene Liebesszene nicht schon grotesk genug, präsentiert Peter Jackson zudem den Mörder, wie er zeitgleich Susies zerstückelte, in einem Safe aufbewahrte Leiche verschwinden lässt. Nachdem Überresteentsorgung und übersinnliche Romantik gemeinsam vollzogen sind, kann die Protagonistin dann endlich in den sonnigen CGI-Himmel einziehen. So sieht Kindsmord als Wohlfühlkino aus.&#8221;
Christopher von Moviezkult ist ebenfalls enttäuscht:
&#8220;Der Regisseur verpasste es, den Fokus auf einen Handlungsstrang zu legen, um entweder ein feinfühliges Drama oder einen spannenden Thriller zu inszenieren. So ist The Lovely Bones ein kruder Mischmasch aus beidem, aber nichts Halbes und nichts Ganzes. Jackson lässt dem Zuschauer keine Chance, die ohne Frage ästhetisch inszenierten Szenen auf sich wirken zu lassen, lässt ihm kein Freiraum für eigene Gedanken.&#8221;
Mehr Meinungen bei film-zeit, OFDB und movie-pilot.
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		<title>Endlich mal gebildete Leute &#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 23:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Prof. Pu</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Prof. Pu empfiehlt: Wer weiß was von Silvia Bovenschen „Das ist alles so schön altmodisch. Ich kann es gar nicht glauben. Du lieber Himmel: Weltfremde Professoren, exotische Dolche und schüchterne Bibliothekare. Hey Leute, das ist ein Witz. Ich dachte schon, das gibt’s nur noch in solchen Inspektor-Barnaby-Serien. Unsere Klientel hat sich doch in den letzten [...]]]></description>
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„Das ist alles so schön altmodisch. Ich kann es gar nicht glauben. Du lieber Himmel: Weltfremde Professoren, exotische Dolche und schüchterne Bibliothekare. Hey Leute, das ist ein Witz. Ich da[...]</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Prof. Pu empfiehlt: Wer weiß was von Silvia Bovenschen


„Das ist alles so schön altmodisch. Ich kann es gar nicht glauben. Du lieber Himmel: Weltfremde Professoren, exotische Dolche und schüchterne Bibliothekare. Hey Leute, das ist ein Witz. Ich dachte schon, das gibt’s nur noch in solchen Inspektor-Barnaby-Serien. Unsere Klientel hat sich doch in den letzten Jahren nahezu ausschließlich aus drogensüchtigen Müttern, die ihre Kinder aus dem dritten Stock schmeißen, muslimischen Vätern, die ihre unbotmäßigen Töchter vom Sohn umbringen lassen, und waffentechnisch hochgerüsteten Mädchenhändlern aus dem ehemaligen Ostblock zusammengesetzt.“ Sie hörte auf zu lachen und kam wieder zur Sache. „War das Messer scharf?“ fragte sie.
Prof. Dr. Ulf Urlach, 	Sprachwissenschaftler, liegt tot auf der Institutstoilette, ein Messer im Rücken. Alle sind verwirrt, die Doktorandin, der Bibliothekar, die Sekretärin, Kollege Schauer und seine Ehefrau Carola, eine Schriftstellerin mit Schreibblockade, und anfangs auch die Polizei. Es gelingt den Kommissaren lange nicht, Licht in dieses ganze Gewirr von Verhältnissen, Beziehungen, Verflechtungen und Intrigen zu bringen. Und dann sind da noch recht seltsame Beobachter namens Ertzuj, Iopö, Jkln und Kurt. Sind sie verantwortlich für die interessanten Kommentare in Klammern, die wie Regieanweisungen anmuten? Jedenfalls äußert die Schriftstellerin im Gespräch mit ihrem Lektor ein merkwürdiges Gefühl:
Ihre Stimme wurde lauter, der Tonfall fast zornig: „Jetzt, verdammt, fügt sich nichts. Im Gegenteil, neuerdings habe ich ständig das Gefühl, als schreibe da jemand teils pedantisch, teils besserwisserisch mit. Füge hinter meinem Rücken ohne mein Wissen oder Zutun unnötiges und abstruses Zeug in meinen Text ein, verbessere, präzisiere und kommentiere das Geschriebene oder stelle es in Frage.“ (Was für ein Unsinn!) Sie sah ihn direkt an und sagte brüsk: „Ich gebe zu: Es ist wirklich alles sehr wirr.“
Das ist es tatsächlich. Nichts ist so, wie es auf den ersten und zweiten Blick scheint. Fast jeder gibt vor, etwas zu sein, was er nicht ist oder ist, was er nicht zugeben will. Jeder betrügt irgendwie, jeder hintergeht irgendwen. Nicht mal die Leichen sind das, was sie sein sollen. Anfangs war ich Silvia Bovenschen dankbar für die Namensliste, die sie ihrem Roman vorangestellt hat. Hat man die Besetzung dann im Kopf, kann man sich ihren wunderbaren Formulierungen lustvoll hingeben. Fast trat für mich der Mordfall in den Hintergrund, so sehr hat mich ihre Sprachkunst entzückt. Wie beispielsweise hier bei Frederike, Bekannte des Ehepaares Schauer, die über ihren Verflossenen nachdenkt:
Sie überlegte: Wohnte jeder Liebe eine vorbestimmte Dauer inne? (Poetisches Denken mit trivialen Einschüssen.) Konnte es so etwas geben wie ein unbemerktes fortwährendes Liebeszellsterben, das durch Einwirkungen wie Gleichgültigkeit und Eigensucht noch beschleunigt wurde? Gab es einen seelischen Abfalleimer für Liebeszellschutt?
„Liebeszellschutt“ – was für eine großartige Wortschöpfung. Und hier spricht mir der entnervte Kommissar sehr aus dem Herzen:
„Du hebst immer die Arme und machst mit den Fingern diese affigen Häkchenbewegungen neben deinen Ohren. Kannst du nicht einfach, bevor du einen Zeugen zitierst, &#62;wörtlich&#60; sagen?“ 
Bald hat er dann auch von seiner neuen Klientel die Nase voll:
„Die quasseln dich krank. Erst hatte ich ja gedacht: Na, das wird vielleicht mal eine interessante Abwechslung, mit dieser – wie du, Leonie, dich ausgedrückt hast, altmodischen Klientel, endlich mal gebildete Leute, die gleich kapieren, worauf es ankommt im großen Frage- und Antwort-Spiel, die in ganzen Sätzen sprechen, nicht nur in verstümmelten Sprachfragmenten durchsetzt mit Fäkal- und Sexualbefehlen, wie wir sie hier ständig zu hören bekommen, weit und breit kein ‚Scheiß drauf’, ‚Verpiß dich’ oder ‚Fick Dich’, endlich mal Leute, die dir genaue Auskünfte zu genau beschriebenen Sachverhalten geben können – das dachte ich. Aber weit g[...]</itunes:summary>
		<itunes:keywords>Buch, Podcast</itunes:keywords>
		<itunes:author>Thomas Laufersweiler</itunes:author>
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		<title>&#8220;Method Detecting&#8221;: Draht im Blut</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 21:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martina</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Martina startet die neue Serie &#8220;SchönerTöten&#8221; bei SchönerDenken mit &#8220;Wire in the Blood&#8221; – &#8220;Method Detecting&#8221; at its best „Eigentlich“ – ein großes und beliebtes Wort zu Beginn, ob beim Schreiben oder Reden. „Eigentlich“ wollte ich ja dies und das &#8230; Heute werde ich auch mal vor mich hinrelativieren! Also: EIGENTLICH wollte ich unsere neue [...]]]></description>
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		<title>Die Ähnlichkeit</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Dec 2009 23:01:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Prof. Pu</dc:creator>
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		<itunes:summary>Prof. Pu empfiehlt: Totengleich von Tana French


„&#8230; Nichts Verwertbares unter ihren Fingernägeln, sagt das Labor. Anscheinend ist sie nicht dazu gekommen, sich gegen den Mörder zu wehren. Sie untersuchen die Spuren noch immer, aber nach vorläufiger Einschätzung ist nichts Hervorstechendes dabei. Sämtliche Haare und Fasern stammen offenbar von ihr selbst, ihren Wohngenossen oder von diversen Sachen im Haus, sie bringen uns also nicht weiter.
Wir durchkämmen noch immer die Gegend, aber bislang haben wir keine Spur einer Mordwaffe und keine Anzeichen dafür, wo jemand sie überfallen oder ein Kampf stattgefunden haben könnte. Im Grunde haben wir eine Tote und mehr nicht.“
„Wunderbar“, sagte O’Kelly düster. „Schon wieder einer von der Sorte. Wie machen Sie das, Maddox, tragen Sie einen Magnet für beschissene Fälle im BH?“
„Das ist nicht mein Fall, Sir“, rief ich ihm in Erinnerung.
Nein, es ist nicht Cassie Maddox’ Fall, ließ sie sich doch nach dem Knocknaree-Mord, dem ersten Kriminalroman von Tana French, sofort versetzen. Sie wollte ihre Ruhe haben, die Geschichte mit Rob Ryan, so gut es geht, verdrängen und sich an die Schulter ihres Kollegen Sam lehnen.
Die Beziehung zwischen Sam und mir begann ein paar Monate, nachdem ich das Morddezernat verlassen hatte. Ich weiß nicht genau, wie das passierte. Ich kann mich an vieles aus dieser Zeit nicht mehr erinnern.
Doch wie das so ist mit der Vergangenheit, sie holt sie schneller ein als sie es sich wünschen konnte. Sam bittet sie ausnahmsweise und außergewöhnlich aufgeregt zu einem Leichenfund.

Zögernd und mit einer unbehaglichen Vorahnung macht sie sich auf den Weg und trifft dort nicht nur ihren Freund, sondern auch Frank, ihren Vorgesetzten aus der Zeit ihrer Tätigkeit als verdeckte Ermittlerin.
Frank schlang einen Arm um mich und hob mich in die Luft. Vier Jahre hatten es nicht geschafft, ihn auch nur ein kleines bisschen zu verändern. Ich war mir sogar ziemlich sicher, dass er noch dieselbe abgewetzte Lederjacke trug. „Cassie Maddox“, sagte er, „die beste falsche Studentin der Welt. Wie geht es Dir? Du beim Dezernat für häusliche Gewalt, wieso denn das?“
„Ich rette die Welt. Die haben mir ein Lichtschwert gegeben und alles, was dazugehört“.
Doch das Scherzen vergeht ihr, als sie vor der Leiche steht.
&#8220;&#8230; ich kannte sie von irgendwoher, ich hatte das Gesicht schon tausendmal gesehen. Dann trat ich einen Schritt vor, um genauer hinzuschauen, und die ganze Welt verstummte, gefror, während Dunkelheit von allen Seiten herantobte und in der Mitte gleißend weiß nur das Gesicht der jungen Frau blieb, denn das war ich.&#8221;
Doch da ist nicht nur die frappierende Ähnlichkeit zwischen den beiden Frauen. Das Mordopfer trägt einen Studentenausweis bei sich, der auf den Namen Alexandra Madison ausgestellt ist. Alexandra Madison, genannt Lexie &#8211; Cassie Maddox’ selbstkreierte Undercover-Identität, als sie die Studentin spielte, um einen Drogendealer zu fassen. Frank versucht tagelang, Cassie zu überreden, in die Rolle der Getöteten zu schlüpfen, um herauszufinden, wer die Frau mit dem Messer angegriffen hat. Er hat einen ausgefeilten Plan. Sam, ihr Freund und zuständiger Ermittler, schäumt. Doch Cassie erliegt der Anziehungskraft der Undercover-Arbeit und läßt sich auf das gefährliche Spiel ein. Den vier Freunden, mit denen die Tote in einem alten Haus zusammengewohnt hat, wird erzählt, Lexie habe überlebt und kehre bald zu ihnen zurück.
Und dann beginnt Cassies große Herausforderung. Sie spielt einen Menschen, den sie nicht kannte, für Menschen, die das Opfer sehr gut kennen. Das erzählt die Autorin so unglaublich spannend, daß ich mir im wahrsten Sinne des Wortes Verspannungen eingeholt habe, so festgetackert hing ich an diesem Buch. Die Personen sind so präzise, lebendig und detailliert herausgearbeitet, daß ich sogar von Daniel, Justin, Rafe und Abby träumte. Cassie verstrickt sich beinahe in ihrem geliehenen Leben, droht aufzufliegen, doch sie löst den Fall, sel[...]</itunes:summary>
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		<itunes:author>Thomas Laufersweiler</itunes:author>
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		<title>Der Brenner jetzt quasi der Herr Simon</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Sep 2009 22:01:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Und natürlich ist schon wieder was passiert Nicole liest den neuen Brenner: &#8220;Der Brenner und der liebe Gott&#8221; Ich kenne sie alle, vor allem Serienermittler sind meine Spezialität. Die Kontinuität des Verbrechens hat etwas Beruhigendes. So habe ich meine Sympathie an viele Kommissare verschenkt, aber nur einem bin ich verfallen. Und das ist der Brenner. [...]]]></description>
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