“A little trip to heaven”: Der Himmel über Minnesota


Ein Beitrag von Thomas, abgelegt unter Kino am 17.Dezember 2008

Es gibt Filme, in denen spielt die Landschaft die Hauptrolle. Und das sind manchmal nicht die schlechtesten. “A little trip to heaven” ist so ein Film – hier spielt Minnesota die Hauptrolle, genauer: der Winter in Minnesota. Obwohl es ja eigentlich der Herbst in Island ist. Okay, jetzt wird es etwas unübersichtlich. Spulen wir zurück an den Anfang.

Es gibt Filme, denen kein Erfolg an der Kinokasse zugetraut wird. “A little trip to heaven” ist so ein Film. Das mag am eher unbekannten isländischen Regisseur Baltasar Kormakur gelegen haben oder am kleinen Budget von 12 Millionen Dollar. An der Qualität des Films lag es auf jeden Fall nicht.

Kormakur (von dem auch Idee und Drehbuch stammen) erzählt vom Versicherungsdetektiv Abe Holt (Forest Whitaker), der ermittelt, als der vorbestrafte Kelvin Anderson (Jeremy Renner) angeblich bei einem Autounfall stirbt. Eine Lebensversicherung lief auf seinen Namen – die Begünstigste ist die Schwester des Toten, Isold – die Prämie: eine Million Dollar. Eine Million Gründe für Holt tief zu graben, ob hier alles mit rechten Dingen zugegangen ist.

“- Die genaue Adresse haben Sie nicht?
- Süßer, in der Gegend gibt es keine Straßennamen.”

Auftritt der Hauptfigur Minnesota. Die Provinz hüllt sich in kalten Regen und betrachtet teilnahmslos die Menschen, die sich hier abmühen, miteinander verwandte Polizisten mit kläglichem Humor, eine ebenso nymphomanische wie übergewichtige Kellnerin, ein unhöflicher Leichenbeschauer und vor allem die attraktive Isold weiterlesen


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“Der Tag, an dem die Erde still stand”: Gibt es pädagogische Science Fiction?


Ein Beitrag von Thomas, abgelegt unter Die Üblichen Verdächtigen, Kino, Podcast am 15.Dezember 2008

Die üblichen Verdächtigen kommen aus “Der Tag, an dem die Erde still stand”.

Der Tag, als Keanu still stand [ 12:55 ] Jetzt abspielen | Download

© 2008 Twentieth Century Fox

Die Meinungen gehen auseinander: War das Remake naiv? Zumindest war es nicht niveaulos. Im Podcast lernen wir, dass Kenau Reeves mit einem von seinen drei Gesichtsausdrücken auskommt und wieviel man sich im Kino für einen Jennifer Connelly-Bonus kaufen kann. Immerhin wird der Film als angenehm gleichförmig beschrieben und ein Monthy Python tritt als intellektuelle Speerspitze der Menschheit auf – wenn das mal nichts ist. Emotional ist mit uns nichts passiert, aber dafür erfahren wir, ob sich Ausserirdische von Mutterinstinkten beeindrucken lassen. Und schließlich kommen die üblichen Verdächtigen zur zentralen Frage: “Gibt es pädagogische Science Fiction?” Aber darauf gibt es heute überwiegend alberne Antworten. Was wir dem Film aber nicht verzeihen: dass er uns fürs Abspannsitzenbleiben mit der bislang furchtbarsten Abspannmusik bestraft.

Links

Oliver Naujoks vergleicht Original und Fälschung Remake, das Original kommt deutlich besser weg. Batzman verspottet den Öko-Jesus Keanu, Flo Lieb lobt den Film, sagt davon abgesehen aber sehr viel Kluges über den alten und den neuen Film. Mehr Kritiken und Meinungen bei Moviepilot, Film-Zeit und in der Online-Filmdatenbank.

© 2008 Twentieth Century Fox


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