„Ich habe eine Möglichkeit gefunden, Gott die Drecksarbeit abzunehmen.“


Ein Beitrag von Hendrik, abgelegt unter Future Revisited, Kino, Video am 25.September 2011

The Future … revisited! schoener-denken entkorkt alte Jahrgangs-SF und testet die Nachhaltigkeit des Bouquets wiederveröffentlichter alter Science Fiction-Filme.

Hendrik verkostet heute das Filmäquivalent eines guten alten Whiskeys.

1.

Als ich die DVD kaufte, wusste nicht mehr viel über diesen Film, den ich zuletzt als Kind vor etwa 25 Jahren gesehen haben muss – dass Richard Burton (den ich mochte) mitspielte, dass Lino Ventura (den ich nicht mochte) mitspielte, und dass irgendwann eine Kirche einstürzt. Und dass ich den Film damals ziemlich beeindruckend fand.

An dieser hochkarätigen Besetzung und vielleicht auch an der Überschrift, die den wohl bekanntesten Satz des Filmes zitiert, werden andere Kinder der 60er Jahre ihn vielleicht schon erkannt haben – den Film „Der Schrecken der Medusa“ (The Medusa Touch), eine britisch-französische Koproduktion aus dem Jahre 1978, der als einer der besten Genre-Crossover seiner Zeit beworben wird, als perfekte Melange aus Horror-, Kriminal- und Katastrophenfilm.

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Der Schriftsteller John Morlar (Richard Burton) wird in seiner Wohnung niedergeschlagen und ins Krankenhaus eingeliefert, sein Körper ist fast tot, jedoch sein Gehirn entfaltet eine völlig unerklärliche Aktivität. Inspektor Brunel (Lino Ventura), welcher den Mordversuch untersuchen soll, stellt rasch fest, dass es mit Morlar eine besondere Bewandtnis haben muss: der Autor war fest davon überzeugt, die Gabe zu besitzen, mittels seiner Geisteskräfte Unfälle und Katastrophen auszulösen; von Morlars Psychiaterin Dr. Zonfeld (Lee Remick) erfährt Brunel, dass das ganze Leben Morlars tatsächlich begleitet wurde von einer Reihe unerklärlicher Zwischenfälle, welche diese Behauptung untermauern. Und er muss sich mehr und mehr davon überzeugen lassen, dass Morlar, obwohl im tiefen Koma, diese Gabe offenbar noch besitzt – und einzusetzen plant … weiterlesen


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Rule 32: Enjoy the Little Things


Ein Beitrag von Thomas, abgelegt unter Die Üblichen Verdächtigen, Kino, Podcast am 13.Dezember 2009

(c) Sony Pictures 2009

Die üblichen Verdächtigen kommen aus Zombieland und hatten ihren Spaß mit diesem blutigen Roadmovie:

Charmante Zombiekomödie [ 2:18 ] Jetzt abspielen | Download

Manchmal sind es die kleinen Details, die einem am besten gefallen: dass die Regeln dreidimensional in den Film eingeblendet werden und wegfliegen, wenn ein Zombie dagegen stößt, oder das zum Schreien komische, enttäuschte Gesicht von Woody Harrelson, wenn wieder kein Twinky im Supermarkt zu finden ist. Diese Zombiekomödie ist ganz einfach gestrickt: Nerdiger Antiheld, knallharter Kumpel, ein Love-Interest und für die Action jede Menge Zombies, die die Helden auf Trab halten. Und die sind diesmal herrlich analog ins Bild gesetzt (im Gegensatz zu den Witzfiguren aus “I am legend”). Aber was mir am allerbesten gefallen hat: Ich hasse Clowns – und es ist so herrlich zu sehen, wie einer von ihnen richtig den Arsch versohlt bekommt. (Also angemessene Vorfreude auf den schon zugesagten zweiten Teil.)

(c) Sony Pictures 2009

Die Zombieland-Überlebensregeln

Regel 1: Fitness
Regel 2: Vorsicht auf Toiletten
Regel 3: Anschnallen
Regel 4: Doppelt hält besser
Regel 5: Keine Angehörigen
Regel 6: Reise in der Gruppe
Regel 7: Hab Idioten in Deiner Nähe
Regel 8: Töte effizient
Regel 9: Eine Keule muss nicht nachgeladen werden
Regel 10: Mach keinen Lärm weiterlesen


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“Pandorum”: Im Dunkeln wartet das Monster Mensch


Ein Beitrag von Thomas, abgelegt unter Die Üblichen Verdächtigen, Kino, Podcast am 18.Oktober 2009

Die üblichen Verdächtigen kommen aus “Pandorum” und sind nicht begeistert. Für einen bösen Verriss reicht es allerdings nicht:

Düster, düster ... [ 5:21 ] Jetzt abspielen | Download

Titel

Es gibt ordentlich einen auf die Zwölf, aber es gibt zu wenig zu lachen. Ja, gerade ein düsterer SF-Horror wirkt um so intensiver je menschlicher die Charaktere sind – und da gehört auch eine Portion “comic relief” dazu. Das liefert Pandorum nicht und bietet daher zu wenig Identifikationsmöglichkeiten mit den Figuren. Nach einer sehr vielversprechenden ersten Viertelstunde geht die Geschichte geradlinig, man könnte auch sagen einfallslos voran. Ein Computerspiel mit Ork-artigen Menschmonstern als Gegner, mit dem Missionsziel “Reaktor starten” samt Bonus-Level. Eigentlich schade um das exzellente Produktionsdesign und die hervorragende Kameraarbeit. So viel perfektes Handwerk hätte ein deutlich einfallsreicheres Drehbuch verdient. Gerüchteweise ist eine Trilogie geplant – vielleicht wird ja noch was draus.

Links

Marcus senkt den Daumen:

“Dass ein Film mehr als nur reine Unterhaltung sein will, ist legitim. Nach gut anderthalb Stunden schlecht choreographierten Gerenne, Gefluche und Gekreische nehme ich Alvarts zähem Weltall-Horror seine sozioökologischen Lippenbekenntnisse jedoch nicht mehr ab.”

Sarah beklagt verpasste Chancen:

“Selbst die ewig interessante Frage, ob es Moral auch dort gibt, wo ihr Fehlen nicht gerichtet wird, geht im spektakulären Finale unter – egal wie eindringlich der fehlbesetzte Good Guy Dennis Quaid sie auch ins All schreien mag.”

Und Thomas ist richtig sauer:

“Ein schulbuchmäßiges Beispiel dafür ist „Pandorum“ – ein millionenschwerer B-Film, der seinen eigenen Dilettantismus so uneingeschränkt zur Schau stellt, dass selbst Uwe Boll neidisch werden müsste.”

Und zum Abschluss ein Video-Interview mit der hübschen Darstellerin Antje Traue.


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