“Ides of March – Tage des Verrats”: Verlorene Illusionen
Ein Beitrag von Thomas, abgelegt unter Die Üblichen Verdächtigen, Kino, Podcast am 30.Dezember 2011
Die Üblichen Verdächtigen sind begeistert von Clooneys Regiearbeit und Goslings Ausstrahlung. Ein Politthriller wie eine Schachpartie, unerwartete Winkelzüge, die Dame in Gefahr und lange ist nicht klar, wann wer (schach-)matt ist. Ein kluger Film, der es sich nicht leicht macht mit seinen Figuren, der zeigt, dass die, die Böses tun, nicht unbedingt “die Bösen” sind. Im Podcast wird über US-Präsidenten, Goslings Gesicht, Männer im Schatten und verlorene Illusionen geredet:
Tage des Verrats (Ides of March)
USA 2011, 100 Min., Regie: George Clooney
Andere Meinungen
Thomas Groh und Lukas Förster (Perlentaucher) erklären in ihrer lesenswerten Filmkritik die Bedeutung des Raums in der Filmdramaturgie:
Und Arne Hübner sagt im bummelkino, wie es ist:


Jeder der Beteiligten macht einfach, was er gut kann, und im Ergebnis kommt dabei ein runder, tiefenentspannter Film heraus, in dem Jeff Bridges der Welt ein weiteres Mal sein unnachahmliches Althippielächeln schenkt, George Clooney nach seinem sehr korrekt beschlipsten, pointierten Auftritt in Up in the Air sich einen Rotzfänger ins Gesicht kleben, sich im Sand wälzen und das Hemd aus der Hose hängen lassen darf, Kevin Spacey inszeniert mit gut plazierter Gestik und Mimik sehr präsent seinen üblichen Unberechenbaren, und der einzige, der sich noch ein wenig anstrengen muss, ist Ewan McGregor. Die für das Jahr 2010 auffällig unhektische Komödie erinnert mich stellenweise in der Gangart ein wenig an Komödien der 50er Jahre, die gelegentlich Ruhepausen zwischen den Gagjagden einlegen, und das finde ich persönlich ab und an mal sehr angenehm – manchen wird’s auch schlicht anöden.







