“Ohne Limit”: Immer wenn er Pillen nahm
Ein Beitrag von Thomas, abgelegt unter Die Üblichen Verdächtigen, Kino, Podcast am 25.April 2011
Die Üblichen Verdächtigen kommen aus “Ohne Limit” und haben sich in diesem coolen Film prächtig unterhalten. Im Podcast reden sie über den Kickstart in den Film hinein, über angemessene Unverschämtheiten, auf höchstem Niveau hingezaubertes Kinohandwerk und umschiffte Klischeeklippen:

Eine Tablette am Tag und man verwandelt sich in die perfekte Version seiner eigenen Person. Jede Erinnerung steht zur Verfügung, Intelligenz springt in den vierstelligen Bereich, die Konzentrationsfähigkeit und die Reaktionsgeschwindigkeit sind unbegrenzt. Ohne Limit. Aber keine Droge ohne Nebenwirkungen und je stärker die Wirkung, desto tödlicher das Risiko. Vom Ärger mit der russischen Mafia und Finanzhaien ganz zu schweigen.
Bradley Cooper spielt die ganze Bandbreite vom heruntergekommenen Möchtegernschriftsteller oder Junkie auf kaltem Entzug bis hin zum charmanten Partylöwen oder erfolgreichen Politiker – absolut souverän. Angesichts dieser höchst unterhaltsamen Bradley-Cooper-Galavorstellung bin ich sehr erleichtert, dass der vollkommen talentbefreite Shia LaBeouf für die Rolle abgesagt hat.
Ein dickes Lob an Regie und Kamera, denn der Film visualisiert die Wahrnehmungswechsel einfallsreich und perfekt – aber das wäre ja alles brotlose Kunst ohne dieses clevere Drehbuch mit wunderbaren Dialogen, Wendungen und Tempo. Verantwortlich dafür ist Leslie Dixon (von ihr stammte auch das Drehbuch zu “Das Glücksprinzip” und dem Remake von “The Thomas Crown Affair”). Ob Drogen politisch korrekt sind oder nicht, diesen Schuh zieht sich der Film allerdings nicht an.
Fazit: Unterhaltungskino der Oberklasse, flott, frisch, witzig, hervorragend besetzt, optisch aufregend inszeniert.
Ohne Limit (Limitless)
USA 2011, 105 Min., Regie: Neil Burger, Buch: Leslie Dixon
Andere Meinungen
Sven hat – wie wir – im Kino die moralischen Bedenken über Bord geworfen:
Christian (NEGATIV) hält den Film für Propaganda:
Eine Tasche voller Tarantino-Anspielungen, dämliche Kleinkriminelle, die auf den Hund gekommen sind, zugedröhnte Philosophien, ein nervige Göre, wahre Liebe, Wiener Schmäh, magic mushrooms, etwas Magie und ein 68er Ford Mustang: das sind die Zutaten für dieses vergnügliche Roadmovie. Kein Film für die Ewigkeit, aber ein Film für einen seeeehr entspannten Abend. Denn was kann relaxter sein als 






