“Mission Impossible – Phantom Protokoll”: “Es wird nur ganz bisschen gemetzelt”


Ein Beitrag von Thomas, abgelegt unter Die Üblichen Verdächtigen, Kino, Podcast am 7.Januar 2012

Nachtrag aus dem Kinojahr 2011: Tom und Harald hatten Spaß mit den IMF-Agenten. Im Podcast reden Sie über witzige Sidekicks, gute Chemie, die Frau fürs Auge und schwindelerregende Hochhäuser:

Tom und Harald finden: Der witzigste Mission Impossible [ 3:03 ] Jetzt abspielen | Download

Mission Impossible – Phantom Protokoll (Mission Impossible – Phantom Protocol)
USA 2011, 132 Min., Regie: Brad Bird


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“Sherlock Holmes – Spiel im Schatten”: Vor einem dunklen Hintergrund


Ein Beitrag von Thomas, abgelegt unter Die Üblichen Verdächtigen, Kino, Podcast am 5.Januar 2012

Die westliche Zivilisation ist in Gefahr, da müssen die Flitterwochen des Dr. Watson leider ausfallen. Düster und actiongeladen ist der zweite Teil, humorvoll und mit gelungenen optischen Mätzchen garniert – tatsächlich besser als sein Vorgänger – finden die Üblichen Verdächtigen. Im Podcast reden sie über ungetrübten Kinospaß, Timing, zickige Dialoge, Schubert, wie man den Fluch der Fortsetzung bannt und über Slow-Motion-Spektakel im Wald:

Die Üblichen Verdächtigen hatten ihren Spaß mit Holmes [ 5:03 ] Jetzt abspielen | Download

Sherlock Holmes – Spiel im Schatten (Sherlock Holmes – A Game of Shadows)
USA/UK 2011, 129 Min., Regie: Guy Ritchie


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“Real Steel”: Blechboxen für die ganze Familie


Ein Beitrag von Thomas, abgelegt unter Die Üblichen Verdächtigen, Kino, Podcast am 1.Dezember 2011

Tom und Harald haben sich Transformers Rocky Real Steel angeschaut – ein überraschend großer Spaß. Im Podcast reden sie über glaubwürdige Charaktere, dramatische Momente und atemberaubende Roboter, gute Gags und die wunderschöne Evangeline Lilly:

Da fliegt mir gleich das Blech weg! [ 3:19 ] Jetzt abspielen | Download

Real Steel
USA, Indien 2011, 126 Min., Regie: Shawn Levy

Andere Meinungen

Daniel Sander findet: “”Real Steel” ist filmgewordener grober Unfug. Manchmal gibt es nichts Besseres.” Und Ciprian von NEGATIV gehen fast die Gefühle durch :-)

“Und wir sind alle erobert vom Melodram des Films, wir freuen uns alle mit und bangen mit dem Jungen, mit dem Roboter, mit Charlie, und Charlie boxt in Zeitlupe, einzelne Nebenfiguren skandieren stumm in Zeitlupe mit, der Junge weint, Charlies Freundin weint, und wir weinen mit, Tränen der Freude, der Empathie – in Zeitlupe.”


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“Killer Elite”: Das Erste, was stirbt, ist der Spaß


Ein Beitrag von Hendrik, abgelegt unter Die Üblichen Verdächtigen, Kino, Podcast am 29.November 2011

Ein etwas eingegrenzter Verdächtigenkreis war in dem mit rasantem Trailer angekündigten Actionfilm “Killer Elite”, der immerhin mit dem kernigen Trio Jason Statham, Clive Owen und Robert De Niro aufwartet.

Verkocht wurde eigentlich fast alles, was das Actionmögerherz begehrt – Fäuste flogen, Reifen quietschten, es wurde geballert, über Dächer geturnt und zwischendrin einer betörenden Blondine tief in die Augen geschaut, dass es eine Freude hätte sein können, inklusive der potenziell charmanten Besonderheit, dass der Film tief in den guten alten 1980ern spielt, was schonmal Clive Owens Rotzbremse erklärt.

Trotz der gut ausgewählten Darsteller, der angemessen unaufdringlich-eindimensionalen Story und der fast vollständig versammelten Bierchenfilmrequisiten fehlte jedoch leider für uns etwas Entscheidendes. Was das war, erfahrt Ihr im Podcast:

Nicht lustig [ 4:24 ] Jetzt abspielen | Download

The Killer Elite
AU/USA 2011, 117 Minuten, Regie: Gary McKendry


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“Conan 3D”: Eindimensionale Einfallslosigkeit


Ein Beitrag von Thomas, abgelegt unter Die Üblichen Verdächtigen, Kino, Podcast am 6.Oktober 2011

Die Üblichen Verdächtigen hat der Barbar nicht umgehauen. Im Podcast lästern Tom und Tom über ausgebliebene Schlüsselszenen, 3D-Nepp, FSK 18, Hebammen und good old Arnold:

Wieder ein überflüssiges Remake [ 5:14 ] Jetzt abspielen | Download

Reden wir nicht drumherum: Ein “Conan”-Remake ist natürlich kein Kindergeburtstag und kein leiser Autorenfilm. Aber das ist noch lange keine Ausrede dafür, einen völlig einfallslosen Film abzuliefern, der noch dazu mit einem nachträglich reingekleisterten Billig-3D auf die Nerven geht. Sehenswert sind eigentlich zwei Szenen am Anfang: Conans Geburt und sein erster Kampf. Danach kann man das Kino eigentlich schon wieder verlassen.

Conan (Conan the Barbarian)
USA 2011, 113 Min., Regie: Marcus Nispel

Und hier zur Auffrischung der Erinnerung an einen charmanten Trashfilm aus dem Jahr 1982:


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“Cowboys & Aliens”: Mein Name ist Lonergan, Jake Lonergan …


Ein Beitrag von Thomas, abgelegt unter Die Üblichen Verdächtigen, Kino, Podcast am 11.September 2011

“Ich habe gute Männer Böses tun sehen und böse Männer Gutes tun sehen.”

Die (meisten) Üblichen Verdächtigen hatten Spaß an diesem toughen Genremix, für den mehr Stuntmen gearbeitet haben als Programmierer. Im Podcast reden sie über Blut und Staub, trockenen Humor und Gipsexplosionen, fehlender Swing und geglückte Momente – vor allem widmen sie sich den Monstern:

Die Üblichen Verdächtigen hatten Spaß an diesem staubtrockenen Genremix [ 7:36 ] Jetzt abspielen | Download

Eins vorneweg: Der ultimative Genremix zwischen Science-Fiction und Western existiert bereits und heißt “Firefly”. Trotzdem freut man sich ja wieder über jeden Versuch mit geladenem Colt und staubigen Stiefeln ein Raumschiff zu betreten :-) Daniel Craig im Wilden Westen zuzuschauen – das alleine macht schon richtig Spaß, vor allem an der Seite von Harrison Ford. Am Ende fehlt diesem sehr gut fotografierten und kurzweiligen Film nur eines: mehr Humor.

P.S. Die Vorlage für den Film war übrigens ein Comic und nicht (wie in der Presse und im Podcast behauptet) ein Computerspiel.

“Cowboys & Aliens”
USA 2011, 118 Min., Regie: Jon Favreau

Andere Meinungen

Die Flugbegleiterin, die Filme liebt (flightattendantlovesmovies), hatte keinen Spaß:

“Es kann kein gutes Zeichen sein, wenn mehrere Autoren an einem Drehbuch schreiben. Hier sind es offiziell fünf (man spricht sogar von acht) Autoren, die scheinbar einzeln ihre Ideen eingebracht haben, aber so keinen vernünftigen Film zustande gebracht haben.”

Benjamin Hahn (Das Manifest) hatte mehr erwartet, zeigt einige Schwächen auf, zieht aber ein versöhnliches Fazit:

“Der Film ist einigermaßen flott erzählt, abwechslungsreich, mitunter liebevoll inszeniert, stellenweise angenehm komisch ohne sich dabei in peinlichen oder unpassenden comic relief-Momenten zu ergehen, voller handgemachter Action und wunderbar fotografierten Einstellungen und gesegnet mit einem Konzept, das trotz seiner anfänglichen Widersprüchlichkeit ziemlich gut aufgeht.”

Die Zeitzeugin übersieht die (offensichtlichen :-) Vorzüge des Films nicht:

Ich habe mich sehr wohl in dem Film gefühlt, das traf so ziemlich meinen Geschmack. Gelacht habe ich an mancher Stelle ganz gut, es gab einen Schockmoment, bei dem ich fast meine Cola auf meinen Hintermann geschüttet hätte und Craigs Arsch ist… wo waren wir?


2 Kommentare




“The Mechanic”: Ein gemütlicher Männerabend


Ein Beitrag von Thomas, abgelegt unter Die Üblichen Verdächtigen, Kino, Podcast am 20.April 2011

Die Üblichen Verdächtigen kommen aus “The Mechanic” und fühlen sich überwiegend prächtig unterhalten. Im Podcast reden sie über zackige Schnitttechnik, schöne Einstellungen, gekonnte Tempowechsel, über Parker aus “Point Blank”, das Gewaltniveau des Kinos im Jahr 2011 und die nackte Haut des Jason Statham, beiläufig präsentiert:

Knochentrocken und zackig geschnitten [ 4:41 ] Jetzt abspielen | Download

Ein Buben-Film mit Stil: Volle Punktzahl für das aufs Wesentliche reduzierte Drehbuch, volle Punktzahl für das Produktionsdesign. Ein Film, der nicht mehr will, als die Gesetze seines eigenen Genres zu erfüllen – und das soll dann bitte auch schön aussehen. Lob an den britischen Regisseur Simon West, der uns schon 1997 mit seinem Hochglanz-Trash “ConAir” beglückte. Psychologisch feiner ist “The Mechanic” übrigens auch nicht. Nebeneffekt: Der Film weckt die Neugier auf das Original “Kalter Hauch” mit Charles Bronson von 1972.

The Mechanic
USA 2011, 100 Min., Regie: Simon West

Andere Meinung

Markus Hauschild (NEGATIV) analysiert logische Brüche:

“Remakes haben ein Anrecht darauf, als individuelle Filme gesehen und bewertet zu werden. Bei The Mechanic jedoch kommt man nicht um einen Vergleich mit dem Original herum, da der Thriller viele Aspekte seines Vorgängers einfach übernommen hat, obwohl diese gar keinen Sinn mehr machen. Es scheint so, als hätte man nur Änderungen vorgenommen, um zahlreiche Action-Sequenzen und eine sympathische Hauptfigur einbauen zu können, was beides im Zusammenhang mit der Ausgangskonstellation absolut widersprüchlich ist.”


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“Sucker Punch”: Des Kaisers neue Kleider


Ein Beitrag von Thomas, abgelegt unter Die Üblichen Verdächtigen, Kino, Podcast am 12.April 2011

Die Üblichen Verdächtigen kommen aus “Sucker Punch” und zumindest Tom und Tom konnten absolut gar nichts damit anfangen. Im Podcast wird über Matrix und Mangas geredet, über Leerräume und Langeweile, unglaubliche Bilderwelten, pathetischen Dünnsch… und supergutgebaute geisteskranke Mädchen:

Zu alt für den Scheiß? [ 4:21 ] Jetzt abspielen | Download

Achtung – im folgenden Text wird heftig geSPOILERt.

(c) Warner Bros. 2011Jede Meinung zu jeder Form einer künstlerischer Äußerung ist vor allem subjektiv, das gilt besonders für einen Film wie “Sucker Punch” – ganz subjektiv habe ich mich nach dem Film schlecht gefühlt und nachdem wir über den Film geredet hatten sogar richtiggehend elend. Warum? Dazu ein genauerer Blick auf den Film: “Sucker Punch” findet auf zwei Ebenen statt.

Erste Ebene:

Eine junge Frau namens Baby Doll und ihre jüngere Schwester sind nach dem Tod ihrer Mutter dem bösen Stiefvater schutzlos ausgeliefert. Er will die Mädchen töten, um an die Erbschaft heranzukommen. Baby Doll gelingt es auf ihn zu schießen, aber zu spät: Die Schwester ist bereits tot. Der Stiefvater bezeugt, dass Baby Doll wahnsinnig geworden sei und ihre Schwester getötet habe. Er bringt sie ihn das Lennox-Heim für geisteskranke Frauen. Dort bezahlt er den Wächter Blue dafür, dass Baby Doll in wenigen Tagen schon lobotomisiert werden soll. (Wer noch nicht alle ekelhaften Details über Lobotomie kennt, kann hier nachlesen.) Das Heim allerdings ist eher ein Nachtclub, alle Insassen sind – wie Baby Doll – nichts anderes als feuchte Träume männlicher Zuschauer, jung, langbeinig, kurzberockt … zusammengestellt in den verschiedenen Haut- und Haarfarben des jeweiligen Geschmacks. Eine Tanzlehrerin sorgt dafür, dass die Mädchen in einer Art Variete für zahlende männliche Gäste tanzen. Auch Baby Doll tanzt und sie hat dabei eine hypnotische Wirkung auf die Zuschauer. Von diesem Tanz sehen wir allerdings nichts, denn Baby Doll fantasiert während ihres Tanzes – diese Fantasien bilden die

Zweite Ebene:

In einer Traumwelt erhält sie von einem weisen Meister Anweisungen, wie sie frei werden kann: Sie braucht eine Karte, Feuer, ein Messer, einen Schlüssel und ein Rätsel. Dazu erhält sie Waffen, die sie dann auch gleich gegen Samurai-Golem-Riesen einsetzen kann. Zurück in der ersten Ebene bereitet sie mit ihren Mitgefangenen die Flucht vor – dabei setzt sie immer wieder ihren Tanz ein, um alle Männer abzulenken – und wir betreten als Zuschauer jedes Mal die zweite Ebene. Am Ende misslingt fast alles – nur einem Mädchen gelingt die Flucht, die anderen werden ermordet, Baby Doll wird lobotomisiert.

Das Positive zuerst: Auf der zweiten Ebene präsentiert Snyder rauschhafte Kampfszenen, ein Zirkus Maximus der kineastischen Fantasy-Action-Möglichkeiten. Alice in wonderland with machine guns – die Mädchen kämpfen sich durch überstilisierte Versionen von Erste-Weltkriegs-Schützengräben ebenso wie durch Herr-der-Ringe-auf-Speed-Szenarien. Da ist Snyder ein genialer, selbstvergessener Filmemacher – wenn er nicht mehr will, als das nackte, überdimensionale Spektakel zu bieten, die perfekte Illusion. So weit, so toll.

(c) Warner Bros. 2011

Aber leider will Snyder mehr. Er hat eine Agenda: Es geht um Kampf, um das Nicht-Aufgeben. Daran lässt eine Off-Stimme keinen Zweifel, die mit küchenphilosophischen Phrasen den Pathos des Überlebenskampfes vorträgt. Und vor dem Hintergrund dieser Botschaft inszeniert Snyder die Handlung auf der ersten Ebene. Daran hat mich schon im Kinosaal und noch mehr danach so allerhand gestört: Snyder achtet sehr genau darauf, dass keine der auftretenden Figuren einen realen Charakter darstellt – die Personen sind nur Masken, sie sind nicht selbst, sie repräsentieren vielmehr etwas: Attraktivität, Furchtsamkeit, Tapferkeit, Gewalt, Dummheit oder Mordlust. In der Kombination mit der einhundertprozentigen Abwesenheit von jeglichem Funken Humor oder Ironie (wie zum Beispiel bei Tarantino) schwillt so der Pathos immer mehr an, ebenso sinnlos und letztlich aussagelos wie in “300″ oder “Sin City” – das sind des Kaisers neue Kleider: hinter all dem dramatisch-klingenden Budenzauber steckt – nichts. Und man muss auch kein Feminist sein, um die Darstellung der Frauen weiterlesen


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