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“Ein Herz für Blogs” – heute: Symparanekronemoi
Ein Beitrag von Thomas, abgelegt unter Herz für Blogs am 21.April 2009

Der Style-Spion sieht die deutschen Blogger in der Krise und hat die hübsche Idee, dass heute alle Blogger ihr Lieblingsblog loben und preisen. Da wir SchönerDenker viel mehr als nur ein Lieblingsblog haben, machen wir doch gleich eine Serie draus. Und los geht es mit
Ich hab zwar Altgriechisch gelernt, aber leider habe ich keine Ahnung, was der Titel bedeutet. Der Blog selbst ist weniger rätselhaft: Dahinter steht Flo Lieb, Student (glaube ich) und filmbesessen. Meinereiner denkt ja immer wieder: “Darüber müsste ich mal ein langes Essay schreiben, wenn ich nur die Zeit hätte die Filme nochmal hintereinander zu schauen und nochmal zu recherchieren und dann noch die Zeit zu schreiben …” Es wird nichts draus. Zuviel zu tun. Aber seit ich Symparanekronemoi lese, denke ich: “Warum soll ich, wenn der Herr Lieb das macht?” Der scheint nämlich nie zu schlafen und schreibt dann beeindruckende Dossiers über Filme, TV-Serien oder Regisseure. Mit genau der Sachkenntnis und der Leidenschaft und dem Respekt, der so vielen “Profis” fehlt. Und genau deswegen freu ich mich jedes Mal, wenn ich den Feedreader öffne und bei Symparanekronemoi steht: “Ein neuer Beitrag”. Endlich. Und lese dann zum Beispiel:
Genau. So hätte ich das auch geschrieben. Wenn ich Zeit hätte :-)
Schlagwörter: Symparanekronemoi, Thomas







Oh, da fühle ich mich aber geschmeichelt. So viele lobende Worte. Ich bin in der Tat Student und als solcher hat man auch meist etwas mehr Zeit. Wobei manche Posts wie die Essays und Top5 ja ein Prozess von mehreren Wochen oder gar Monaten sind. Immer peu a peu.
Zu “Symparanekronemoi”, das gibt es nicht im Altgriechischen. Das ist ein Neoogismus von Sören Kierkegaard aus seinem Werk “Entweder/Oder”. Sinnmäßig bedeutet es: die Mitabgestorbenen. Sympara = gemeinsam,nekronemoi = (ab-)gestorbenen. Also Dinge, die sterben, wenn andere Dinge auch sterben. Ich führe da immer gerne den englischen Filmtitel “The Departed” als Beispiel an. Fand das Wort so toll, als ich damals Kierkegaard gelesen habe, von daher der Name für das Blog.
Jedenfalls, freut mich, wenn das was ich blogge zumindest irgendwo auf Anklang stößt. Und ich werde euer Blog auch weiterhin verfolgen (im positiven Sinne).
@ Flo: Kierkegaard … Aha, jetzt ist das auch geklärt … “Die Mitabgestorbenen” … Der Kollateralschaden des Todes sozusagen. Sehr schön. Und welches Rätsel lösen wir jetzt?