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Das Anna-Orakel
Ein Beitrag von Thomas, abgelegt unter Kino am 30.Dezember 2006
Mit Anna einen Film zu sehen, ist nicht einfach. Anna will Action, Gags und Happy Endings. Auf der Tabu-Liste stehen: Anspruch, lange Einstellungen und abgetrennte Körperteile. Nun ist der Vorrat an Jackie Chan-Filmen und Kim Possible-Folgen nicht unendlich groß. Also teste ich mit Anna immer wieder unterschiedlichste Filme an. Und sie hat ein untrügliches Gespür: Nach etwa zehn Sekunden fällt sie das Urteil und aus Erfahrung weiß ich: Anna ist ein treffsicheres Kino-Orakel:
“Prima!” (Das bedeutet: wird erfolgreich an den Kinokassen und in der Videothek, keine Filmpreise – zum Beispiel “Ab durch die Hecke”) oder
“Macht mich nervös.” (Das bedeutet: mindestens eine Golden Globe-Nominierung, vielleicht sogar ein Oscar oder eine goldene Palme, viele gute Kritiken, kann kommerzieller Erfolg sein – zum Beispiel “Tatsächlich Liebe”) oder
“Langweilig!” (Geliebt von den Kritikern, viele Nominierungen und Preise weltweit, nur in Ausnahmefällen auch kommerziell erfolgreich – zum Beispiel “Volver”).
Leider sehr unscharf ist ihr Urteil “Gruselig!” Das gilt für viele Filme – vom “Weißen Hai” bis zu “Findet Nemo” (auch wegen der Haie …). Einen Seelenverwandten hat Anna übrigens in Dilbert-Schöpfer Scott Adams.






