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Prof. Pu und die Pücher

Prof. Pu ist Guido Guerrieri verfallen

Prof. Pu empfiehlt: In ihrer dunkelsten Stunde von Gianrico Carofiglio

Prof. Pu ist Guido Guerrieri verfallen [ 3:52 ] Jetzt abspielen | Download

Zum Glück bin ich nicht die Einzige – ich weiß da noch einige Leserinnen – die Guido Guerrieri, Rechtsanwalt und Privatdetektiv aus Neigung, verfallen ist. Man möchte ihn aus dem Buch herausholen, sich mit ihm bei einem bis vielen caffés unterhalten, so realistisch, intensiv und plastisch beschreibt Carofiglio auch im vierten  Band seiner Kriminalromane den  einsamen Wolf aus Bari. Ich kenne keinen Ermittler, der so intelligent, gebildet und selbstironisch bis zynisch ist wie Guerrieri. Ein melancholischer Buch- und Filmliebhaber, der zum Aggressionsabbau auf „Mr. Sandsack“ eindrischt.
Erst wehrt er sich gegen den neuen Auftrag, den ihm ein Anwaltskollege ans Herz legt.

Fornellis Mandanten waren ein Mann und eine Frau. Ein Ehepaar, beide etwa zehn Jahre älter als ich, schätzte ich, als ich sie sah. Ein paar Tage später, als ich die Akten mit ihren Personalien las, sollte ich feststellen, dass wir beinahe gleich alt waren.
Der Mann rührte mich besonders. Der leere Blick, die gebeugten Schultern, die zu weiten Kleider. Als ich ihm die Hand gab, traf ich auf ein wirbelloses, unglückliches Lebewesen.
Die Frau wirkte normaler, sie war relativ sorgfältig gekleidet, aber auch ihre Augen hatten etwas Krankes, was auf eine seelische Verletzung zurückzuführen war. Ihr Eintreten war wie ein feuchter, kalter Windstoß.

Manuela, ihre Tochter, ist nach einem Wochenende mit Freunden spurlos verschwunden, die Akte soll geschlossen werden, doch die verzweifelten Eltern wollen nicht daran glauben, daß sie nicht mehr lebt und ihr Fall für immer ungeklärt bleibt.

carofiglio

Widerwillig läßt er sich auf den Auftrag ein.

Ich sagte mir, dass ich einen Versuch machen würde. Mehr nicht. Und zuerst mit dem Unteroffizier sprechen, der die Ermittlungen geleitet hatte, Maresciallo Navarra. Ich kannte ihn, wir waren einander wohlgesonnen, und er würde mir sicherlich sagen, welche Meinung er sich über den Fall gebildet hatte, über das Geschriebene hinaus. Danach würde ich entscheiden, ob ich weitermachte und was ich tun wollte.
Als ich auf die Straße trat, zog ich mit einer einstudierten Geste den Kragen meines Trenchcoats hoch, auch wenn dazu kein Anlass war.
Wer zu viele Bücher liest, tut Dinge, für die es keinen Anlass gibt.

Guerrieri beginnt, die Freundinnen der verschwundenen Studentin zu befragen. Wider besseres Wissen, trotz innerer Zwiespälte, läßt er sich mit einer von ihnen auf ein Techtelmechtel ein.
Seine Ermittlungen führen ins Drogenmilieu, zu Kokainhändlern, doch nichts läßt sich an irgendetwas festmachen. Er spürt das Fehlen eines entscheidenden Fakts, erst die Erinnerung an ein Zitat aus einem Conan Doyle-Roman löst den Knoten:„Der Hund hat nicht gebellt.“

Der Schlüssel zu diesem Rätsel bestand darin, dass etwas nicht passiert war. Etwas, was hätte passieren müssen und nicht passiert war.

Am Ende hat er den Alptraum aufgelöst und findet sich doch in ihm wieder …
Carofiglios Kriminalromane enthalten neben einer spannenden Handlung immer auch Liebeserklärungen an Leser, Bewegtbildschauer, Philosophen und nostalgische Rückblicke – sie sind viel viel mehr als einfach nur Krimis.

Gianrico Carofiglio
Viktoria von Schirach (Übers.)
In ihrer dunkelsten Stunde
Goldmann € 17,99
978-3-442-31229-0

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Wenn Gott einen doppelten Ramazotti braucht …

Prof. Pu empfiehlt: “Faust – Der Tragödie erster Teil” von Flix

Panel für Panel des Pudels Kern [ 3:49 ] Jetzt abspielen | Download

Für H.

Faust ist im 21. Jahrhundert angekommen. Als Graphic Novel. Wow. Würde der Faust von Flix dazu sagen. Sage ich auch. Ich habe schon lange nicht mehr beim Lesen so laut gelacht. Allein schon der Umschlag: Die Tragödie kommt in Gelb daher, wie ein zu groß geratenes Reclam-Heft. Das Vorspiel, die Rahmenhandlung, findet im Himmel statt: Gott sitzt am Computer und bekommt Besuch vom Teufel. Der zieht ihm kurzerhand den PC-Stecker und Gottes neues Schöpfungsprogramm geht den Weg alles EDV-Irdischen – es ist gelöscht.

Teufel: Wie lautet das oberste Gebot? Du sollst regelmäßig Backups machen. Und nur, weil man hier der Chef ist, heisst das nicht, dass man sich nicht dran halten muss. Mannmannmann … immer ‘ne Extrawurst, der feine Herr.

Darauf braucht Gott erst einmal einen doppelten Ramazotti, ohne Zitrone mit Eis und Schirmchen, serviert vom Engel Sekretär. Denn Gott hat Kreislauf. Und reagiert etwas cholerisch, als sich „Meph“, voller Name „Mephistopheles Beelzebub Tunichgut“, über die magere Datei namens „Alle meine Schäfchen“ lustig macht.

Schon mal über eine neue Inquisition nachgedacht? Ich meine, die hat dir doch damals scharenweise Fans eingebracht. Let’s do it again. Ich könnte dir helfen. Ich hab da Kontakte. Oder eine Pestepidemie via Klingeltondownload. Pest 2.0. Das rockt.

Auf diese Weise quält er den armen Gott so lange, bis sie eine Wette eingehen: Sie wählen aus der Datei der Gläubigen einen Zufallskandidaten, diesen muss der Teufel binnen eines Jahres vom Wege abbringen – der Kandidat heißt Heinrich Faust, lebt in Berlin und ist studierter Taxifahrer (Philosophie, Medizin, Jura und leider auch Theologie …). Sein Freund Wagner, Rollstuhlfahrer mit Migrationshintergrund, ist sehr sauer auf Faust, weil er denkt, er habe seinen Pudel (!) Charlotte von Stein überfahren. Gretchen ist eine Muslima und heißt Margarete, weil ihr Vater für Schreinemakers schwärmte – sehr zum Missfallen der Mutter, die sie lieber Özlem nennt und mit Kopftuch sehen würde. Und auch sonst geht die Geschichte ein ganz bisschen anders aus …

Respektlos und gleichzeitig respektvoll, dieser Flix. Das hat mich beeindruckt, dieses Feuerwerk an Ideen, Spitzfindigkeiten, Zitaten und Anspielungen. Da findet man das Dschungelbuch, Loriot, Dale Carnegies „Sorge Dich nicht – lebe“, Goethe selbstverständlich, und der Sekretär-Engel erinnert an Peter Pans Tinkerbell. Es kommt auch schon mal vor, dass er die Texte tauscht, so wie zum Beispiel der betrunkene Faust von sich plötzlich meint, er sei der Geist, die stets verneint … Auch ein schöner Einfall: Mephisto sitzt bei Faust im Wohnzimmer und liest Faust von Goethe. Intertextualität heißt das, habe ich aus dem Vorwort gelernt. Da sage noch mal einer, Comics würden nicht bilden …

Ach ja, endlich weiß ich jetzt auch, wer die Spam-Mails verschickt – kleine nichtsnutzige Looser-Teufel in der untersten Etage der Hölle. Und hier noch eine Empfehlung von Meph für die Tage nach Weihnachten: Die Paradiesdiät – morgens einen Apfel und sich den Rest des Tages schuldig fühlen!

Faust von Flix
Der Tragödie erster Teil

Carlsen Comics  14,90
ISBN 978-3-551-78977-8

Zur Homepage von Flix

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Die ertränkte Braut

Prof. Pu empfiehlt: Sieh mir beim Sterben zu von P. J. Tracy

Computerfreaks gegen Serienkiller [ 4:40 ] Jetzt abspielen | Download

Sie sind mir wirklich ans Herz gewachsen, die schrillen Typen von Monkeewrench, der Software-Firma, die der Mordkommission von Minneapolis schon so oft, wenn auch meist mit unlauteren Mitteln, geholfen haben. Auch in diesem Fall werden sie von den Detectives Leo Magozzi und Gino Rolseth um Hilfe gebeten, selbst das FBI muß sich den hervorragenden Kenntnissen der schlauen Hacker beugen.

Im Internet ist ein Film aufgetaucht, in dem eine Braut ertränkt wird, die Leiche dazu wurde tatsächlich im See gefunden.

“Die meisten von Ihnen haben verständlicherweise eine gewisse Abneigung dagegen, mit dem FBI zusammenzuarbeiten”, begann John Smith und bedachte seine Zuhörer mit einem angedeuteten Lächeln. “Das liegt vermutlich daran, daß die meisten von Ihnen regelmäßig gegen etliche Bundesgesetze verstoßen.” Nervöses Lachen im Publikum. “Kurioserweise ist genau das der Grund, warum wir Sie heute hergebeten haben.”

Und dann will dieser FBI-Smith auch noch für die Dauer der Ermittlungen bei Monkeewrench einziehen, Harley dreht am Rad, Grace bleibt gefasst:

“Das geht Dir ganz schön an die Nieren, was?”
“Das kannst Du laut sagen, dass mir das an die Nieren geht. Wir werden für Gott weiß wie lange einen FBI-Fuzzi im Haus haben,der uns über die Schulter glotzt und jeden Schritt beobachtet, den wir machen.”
“Na und?”
“Na und? Na und?! Bist Du noch zu retten? Wir brechen bei der Arbeit täglich hundert Bundesgesetze. Wir knacken geschützte Websites – verdammt, wir haben uns doch schon beim FBI eingehackt, als wär’s unser eigenes E-Mail-Konto. Die warten, bis sie die Software haben, die sie von uns brauchen, und dann wandern wir für die nächsten hundert Jahre in den Knast. Mein Gott, wir schlagen diese Typen doch seit zehn Jahren grün und blau. Die hassen uns. Und was machen sie? Fragen lieb an, ob wir ihr beschissenes trojanisches Pferd nicht in unser Büro lassen wollen. Und wir öffnen ihnen Tür und Tor.”

Doch sie lassen es zu, denn die Polizei ist völlig verwirrt, immer mehr Filme von kaltblütigen Morden erscheinen, dazu diese rätselhafte Ankündigungen:

“StAdT dEr enGel. Kein Zuhause. Nicht weit vom Pier.”

Sind es Trittbrettfahrer, eine Gruppe von Killern, die sich in einem Internetforum gefunden haben, ist es nur einer? Zwei der Opfer, Serviererinnen von Fast Food-Restaurants, überleben ihre Mordanschläge nur knapp. Dann ist da noch der alkoholabhängige ehemalige Richter Jim, der sich ständig in die Ermittlungen einmischt.
Zu allem Überfluß tauchen in der ganzen Stadt auf öffentlichen Plätzen Gläser mit einer unbekannten Flüssigkeit auf, panikartig verlassen die Bewohner Minneapolis. Zur Verwirrung der Kommissare kommt Überforderung hinzu. Doch die gewieften Hacker finden immer wieder eine Lücke im Netz hier, eine Überwachungskamera da, eine IP-Adresse dort und zeigen den Profis von der Polizei, wo es langgeht …

Hinter dem Pseudonym P.J. Tracy steckt ein Autorenteam von Mutter und Tochter, denen nicht nur enorm spannende Handlungen gelingen, sondern auch wunderbar präzise Charakterbeschreibungen ihrer Protagonisten. Kommissar Gino, immer ans Essen denkend, Magozzi und seine unerfüllte Liebe zu Grace “mit ihrem Domina-Charme”, eine begnadete Hackerin und Köchin, die sich nach mehreren Anschlägen auf ihr Leben zu einem Kontrollfreak entwickelt hat. Von ihr habe ich übrigens meinen Bildschirmschoner-Satz übernommen:

“Du kannst nicht alles kontrollieren.”

Harley, Motorradfahrer und Genießer der teuersten Rotweine und Zigarren oder Annie, die Frau mit den schrillsten
Pailletten-Kleidern, und natürlich Roadrunner, spargeldünn und immer in Lycra-Anzügen mit dem Rennrad nterwegs.

Ich empfehle, die Krimis der Mutter-Tochter-Crew in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen, man hat dann noch mehr Spaß an den Personen: “Spiel unter Freunden”, “Der Köder”, “Mortifier” und “Memento”, alle als Rowohlt-Taschenbuch erschienen. Und im September 2012 kommt “Todesnähe” heraus – ich bin schon sehr gespannt!

P.J. Tracy
Tanja Handels (Übers.)
Sieh mir beim Sterben zu
Wunderlich-Verlag 2010 € 19,95
978-3-8052-0859-8

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“Pippilothek???”: Bücher braucht’s

Prof. Pu empfiehlt: Pippilothek??? Von Lorenz Pauli und Kathrin Schärer

Eine Bibliothek wirkt Wunder [ 2:53 ] Jetzt abspielen | Download

Voilà – hier ist ein neues Schätzchen aus meinem Sondersammelgebiet „Bücher über Bücher“: Der Fuchs jagt die Maus, nicht ahnend, dass es sich hier nicht um eine gewöhnliche, sondern um eine belesene und somit schlaue Maus handelt. Sie führt ihn an einen besonderen Ort:

„Hier soll man niemanden stören. Und du störst ganz gewaltig!“
„Gleich schnapp ich dich, gleich gehörst du mir!, knurrt der Fuchs.
„Dir gehört hier gar nichts“, kichert die Maus.
„Hier kann man nur alles ausleihen. Und ICH gehöre dir ganz sicher nicht. Das ist kein Jagdgebiet, sondern eine Bibliothek.“
„Eine Pippi … was?, fragt der Fuchs.
„Eine Bibliothek“, sagt die Maus.
Der Fuchs schaut sich um:
„Was ist eine Pippilothek?“
„Ein Ort mit vielen Büchern, mit Büchern zum Ausleihen. Und Bücher braucht’s, um etwas zu erleben. Um etwas zu lernen. Und um auf andere Ideen zu kommen.“

Und sie schafft es, den Fuchs auf andere Ideen zu bringen. Sie zeigt ihm ein Bilderbuch mit einem Mann und einer Katze, denen der Fuchs die Hühner stiehlt. Prima Ablenkungsmanöver:

„Hüüüühner!“, seufzt er. „Das wäre ja auch mal was!“

Er macht sich aus dem Staub. Zum Glück für die Maus. So kann sie sich wieder ihrer Lektüre widmen. Leider kehrt der Fuchs in der nächsten Nacht zurück, er will das Hühnerbuch und die Maus, zum Vorlesen. Sie dreht ihm ein Hörbuch an, damit sie ihre Ruhe hat. Doch die währt nicht lange, der Fuchs kommt mit einem Huhn im Maul zurück. Kurz bevor er es fressen wollte, kamen ihm Bedenken, ob Hühnerknochen nicht doch ungesund für seinen Magen seien. Die Maus zeigt ihm ein Lexikon, das arme Huhn liest ihm daraus vor, dann noch aus einem Haustier-Ratgeber, einem Kochbuch und einem Geschichtenbuch. Bis am Morgen der Bauer in der Bibliothek auftaucht, vor dem sich Huhn und Fuchs gleichermaßen fürchten, mit dem Ausleihwunsch „1 Huhn und 100 Rezepte“.

Prof. Pu liest Pippilothek

Huhn und Fuchs schließen einen Pakt: Der Fuchs gräbt den Hühnern einen Fluchtweg aus dem Hühnerhof und das Huhn bringt ihm das Lesen bei. Sie fliehen, nicht ohne einen Stapel Bücher, die Maus kann wieder in Ruhe lesen, und wenn sie nicht gestorben sind, dann lesen sie noch heute.

Diese gar köstliche Geschichte über Bibliotheken, Bücher und die Lust am Lesen, liebevoll illustriert, ist das perfekte Geschenk für Leselustige im Alter von 4-100 zum Vorlesetag am 18.11.2011!

Lorenz Pauli und Kathrin Schärer
Pippilothek???
Atlantis-Verlag € 14,90
978-3-7152-0620-2

Ein Kommentar




“Goethe ruft an”: Die Angst vor dem leeren Blatt

Prof. Pu empfiehlt: Goethe ruft an von John von Düffel

Prof. Pu schaut John von Düffel über die Schulter [ 4:13 ] Jetzt abspielen | Download

Wer unter den Schreibenden kennt sie nicht, die Angst vor dem leeren Blatt, den Kampf um den ersten Satz? Wer hat noch nicht solche ungeliebten Arbeiten wie Fenster- oder Schuheputzen begonnen, obwohl man doch eigentlich am Schreibtisch sitzen sollte … Mir scheint, John von Düffel hat alle, aber auch wirklich alle Zweifel, Gedanken und Probleme zum Thema Schreiben und dem Kampf um Erfolg in diesem köstlich-amüsanten Roman zusammengefaßt.

Der Erzähler, ein namen- und erfolgloser Autor, erhält einen Anruf von Goethe, dem Erfolgreichen.

Goethe ruft an. Er heißt nicht Goethe, aber ich nenne ihn Goethe, weil er so sehr Goethe ist, wie man heute nur sein kann. Ein Klassiker gleichsam zu Lebzeiten. Alles von ihm, nicht nur seine Romane, Dramen und Gedichte, auch die aus dem Ärmel geschüttelten Zeitungsartikel, Interviews, Kommentare, sogar die Servietten, auf die er etwas kritzelt – alles, was er von sich gibt, ist klassisch. (…)
Wir haben zusammen angefangen zu schreiben, Goethe und ich, über zwanzig Jahre ist das her. Inzwischen füllen seine Veröffentlichungen eine Gesamtausgabe in zwölf Bänden, ich fülle nicht mal einen.

Goethe hätte da einen Auftrag für seinen Schriftstellerkollegen, vorausgesetzt, er sitze nicht an etwas Größerem.

Ich sitze an etwas Größerem, aber nicht gerade, sondern seit Ewigkeiten, daher sage ich erst einmal nichts.

Der Erfolgreiche bittet ihn, den

als Schriftsteller getarnten Arbeitslosen,

ihn bei einem Schreibseminar in der Lausitz zu vertreten. Problem: gleich morgen früh sei Abreise. Kein Problem: Er gäbe ihm sein Manuskript vom ersten Seminar, das Original! Gleich würde es ihm seine Assistentin vorbeibringen. Goethe textet ihn so dermaßen zu, daß er nicht in der Lage ist, abzulehnen. Obwohl er sich hundertprozentig sicher ist, der Allerletzte zu sein, der jemandem das Schreiben beibringen könnte. Fräulein Eckermann, die natürlich auch nicht so heißt, bringt ihm das hochheilige Original-Manuskript zum Thema „Leichtschreiben“. Die ganze Nacht über hindert ihn dieser Mechanismus, nicht das zu tun, was gerade am wichtigsten ist, daran, hineinzuschauen.

Als er am frühen Morgen im Wellness-Hotel ankommt, ist er alles andere als vorbereitet. Lediglich die Spitznamen der Seminarteilnehmer sind in seinem verkaterten Kopf hängengeblieben: Fräulein Rottenmeier samt Gatte, der Schwamm und Hedwig Courths-Mahler. Dann beginnt ein Reigen von kleinen und größeren Katastrophen, Diskussionen und Streitereien, Anziehungen und Ablehnungen, Verliebungen und Entliebungen, verzweifelten Monologen und vor allem Drückebergereien vor ersten Sätzen. Dramatische Abgänge werden inszeniert, Konkurrenzkämpfe ausgefochten, Schreibblockaden im Hotelpool weggeschwommen, Lebenslügen auf den Tisch gelegt und stapelweise Papier aus dem Fenster geworfen. Und dann ist auch noch das Goethesche Leichtschreiben-Original-Manuskript verschwunden …

John von Düffel spielt ganz köstlich mit sämtlichen Klischees des schriftstellerischen Daseins. Es scheint, als habe er keinen einzigen Aspekt des Zweifelns und Verzweifelns an der einsamen Tätigkeit des Schreibens vergessen, als wäre er selbst jeder seiner Seminarteilnehmer. Sein Roman unterhält auf hohem Niveau, stimmt aber auch nachdenklich, denn er beleuchtet auf satirische Weise die Nöte derer, die täglich versuchen, „den Roman“ zu schreiben. „Goethe ruft an“ ist im Grunde die literarische Fortsetzung des Dokumentarfilms über von Düffel, in dem er sich beim Schreiben seines Romans „Houwelandt“ beobachten ließ.
Nicht nur dafür zolle ich ihm meine Bewunderung.

John von Düffel
Goethe ruft an
Dumont € 19,99
978-38321-9649-3

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“Léon und Louise”: “Für den Rest ihres Lebens würde er sie lieben …”

Prof. Pu empfiehlt: Léon und Louise von Alex Capus

Prof. Pu schwärmt von Leon und Louise [ 6:42 ] Jetzt abspielen | Download

Das Erste, was Léon von Louise wahrnahm, war ihr quietschendes Herrenfahrrad und ihre rot-weiß-gepunktete Bluse. Für den Rest ihres Lebens würde er sie lieben – und sie ihn. Damit wäre die Geschichte auserzählt … “und wenn sie nicht gestorben sind” …

Doch Capus beginnt seinen Roman mit der Trauerfeier für Léon, der seinen Anverwandten damit noch aus dem Sarg heraus ein Schnippchen schlagen wollte. Er, zeitlebens Atheist, bestellt seine Familie aus Anlaß seines Todes in die größte Kirche von Paris, nach Notre-Dame. Da sitzen sie alle, ein kleines verlorenes Häuflein in dieser riesigen Kathedrale. Bis die Tür aufgeht und eine resolute kleine alte Dame mit rotem Schal an den Sarg tritt, Léons Leiche küsst und ihm etwas zum Abschied auf die Brust legt.

„Wer ist das?“
„Gehört die Frau zu uns?“
„Still, man kann euch hören.“
„Gehört die zur Familie?“
„Oder ist das vielleicht …?“
„Glaubst du?“
„Ach woher.“
„Bist du ihr nicht einmal im Treppenhaus …“
„Ja, aber da war es ziemlich dunkel.“
„Hört auf zu gaffen.“
„Wo nur der Pfarrer bleibt?“
„Kennt die jemand?“
„Ist es …“
„…vielleicht …“
„Meinst du?“
„Würdet ihr jetzt bitte still sein?“

Dann beginnt sein Urenkel die Geschichte der achtundsechzig Jahre währenden Liebe von Léon Le Gall und Louise Janvier zu erzählen. Siebzehn ist Léon, als er 1918 den Pappkoffer auf sein Fahrrad packt und tagelang von Cherbourg nach Saint-Luc-sur-Marne fährt, um dort eine Arbeitsstelle als Assistent des Bahnhofvorstehers anzutreten. Das „sensationelle“ Mädchen auf dem Fahrrad bekommt er erst wieder, nach wochenlangem Lauern, im Café zu Gesicht.

Sie ist die „Tippmamsell“ des Bürgermeisters und hat ein sehr vorlautes, starkes, aber auch sehr empathisches Wesen. Vom ersten Moment an ist er ihr verfallen, doch die spröde Louise läßt ihn zappeln. Woher sie stammt, weiß niemand so recht, genau wie Léon ist sie durch das Stellenvermittlungsprogramm des Kriegsministers nach Saint-Luc gekommen. Behutsam nähern sie sich aneinander an, für immer wollen sie zusammenbleiben. Auf dem Rückweg von einem Ausflug ans Meer werden sie durch einen Kampfangriff der Deutschen getrennt, bei dem jeder verletzt in einem anderen Bombenkrater landet …

1928 arbeitet Léon als Chemiker bei der Pariser Polizeipräfektur. Er untersucht die Essensreste, mit denen Menschen vergiftet wurden. Mittlerweile ist er verheiratet und hat einen Sohn, doch es vergeht kein einziger Tag, an dem er nicht an Louise denkt. Der Bürgermeister von Saint-Luc hatte ihm damals vor zehn Jahren mitgeteilt, sie sei ums Leben gekommen. Doch dann glaubt er, sie in der Métro gesehen zu haben und fährt stundenlang hin und her, bis er abgekämpft zu Hause ankommt. Seiner Frau Yvonne bleibt seine Aufgewühltheit nicht verborgen.

„Das haben wir beide immer gewusst, dass so etwas eines Tages geschehen würde, nicht wahr?“ Ihre Stimme war heiter, um ihre Lippen spielte ein Lächeln, und ihre Gestalt wurde umspielt vom Widerschein der Straßenlaterne, die vor dem Haus im Regen stand. „Du wirst das tote Mädchen suchen, du musst Gewissheit haben.“
„Das Mädchen gibt es nicht mehr, Yvonne, so oder so. Es ist viel Zeit vergangen seither.“
„Trotzdem wirst du sie suchen.“
„Nein, das werde ich nicht tun.“
„Irgendwann wirst du sie suchen. Du wirst nicht leben können ohne die Gewissheit.“
„Die Gewissheiten, die ich habe, reichen mir“, erwiderte er. „Weitere Gewissheiten brauche ich nicht. Ich renne nicht anderen Frauen hinterher, das solltest du wissen.“
„Weil du mit mir verheiratet bist?“
„Weil ich dein Mann und du meine Frau bist.“
„Du willst nichts Falsches tun, das ehrt dich, Léon. Trotzdem wird dich die Frage quälen, solange du ihr nicht auf den Grund gegangen bist. Das will ich nicht mit ansehen, und ich will es vor allem mir selbst nicht antun. Du musst das Mädchen suchen.“

Er findet sie, auf seine ganz eigene Weise. Louise arbeitet als Tippmamsell bei der Banque de France.

„Tja“, sagte Louise. „Da haben wir uns ein paar Jahre lang ziemlich nah beieinander die Hintern plattgesessen. Das nennt man Pech.“

Einen sehr glücklichen Tag und eine noch glücklichere Nacht verbringen sie miteinander, dann wirft ihn Louise beherzt aus ihrem Auto.

„In den folgenden elf Jahren acht Monaten dreiundzwanzig Tagen vierzehn Stunden und achtzehn Minuten sahen und hörten Louise und Léon einander nicht wieder, und sie blieben ohne Nachricht voneinander.“

Léon mußte Louise versprechen, zu seiner Frau zurückzukehren und nicht mehr nach ihr zu suchen. Er zeugt mit Yvonne noch ein paar Kinder, sie betrügt ihn mit einem Urlaubsflirt, alles verläuft in einigermaßen ruhigen Bahnen. Erst am 14. Juni 1940, als fast alle Paris fluchtartig verlassen, aus Angst vor den vorrückenden Deutschen, erhält er einen Brief von Louise. Sie wird mit dem Gold der Banque de France auf abenteuerliche Art und Weise auf ein Schiff verfrachtet und nach Afrika gesandt. Sie schreibt ihm sehr innige Briefe, so, als ob sie aus erst aus der sicheren Entfernung tausender Kilometer heraus ihre Sehnsucht offenlegen kann, dabei weiß sie nicht einmal, ob er ihre Post je erhält.

Während der deutschen Besatzung untergräbt Léon die Schikanen der Machthaber auf seine ganz eigene anarchistische, aber auch recht feige Art, während Yvonne sich im Überlebenskampf für die Familie verzehrt. Erst Monate nach Kriegsende kehrt Louise mit dem staatlichen Gold nach Paris zurück. Ihr erster Weg führt sie ins Haus von Léon, zu Yvonne. Die beiden klugen Frauen verstehen es, sich über den noch ahnungslosen Léon hinweg zu arrangieren …

Capus versteht es besser als jeder Beziehungsratgeber mit seinem Roman aufzuzeigen, wie es gehen könnte, respektvoll das eine zu tun ohne das andere zu lassen. Er beschreibt seine Personen lakonisch, ironisch, feinsinnig und versteht sich auf köstliche Dialoge. Er scheint das Mit- und Gegeneinander der Geschlechter und vor allem die Frauen gut studiert zu haben. Sein Roman ist lebensklug, amüsant, leicht wie eine Feder und führt ganz nebenbei durch das 20. Jahrhundert. Bedauerlich, daß er es nicht auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises geschafft hat – bei mir steht er jedenfalls ganz oben auf meiner persönlichen Liste!

Alex Capus
Léon und Louise
Hanser € 19,90
978-3-448-23630-1

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„Manchmal genügt ein Nichts, damit das Leben aus den Fugen gerät.“

Prof. Pu empfiehlt: “Die erste Liebe” von Véronique Olmi

Prof. Pu entdeckt "Die erste Liebe" [ 4:28 ] Jetzt abspielen | Download

Emilie ist gerade dabei, das Essen für ihre Silberhochzeit vorzubereiten. Hätte sie auf ihren Mann gehört, säßen sie in einem Restaurant, sie aber wollte einen besonders schönen Abend zu zweit haben und ist dann doch mit den Vorbereitungen überfordert. Schon der Einkauf stürzt die fahrige Frau in kleine Krisen.

Wirklich, es hätte perfekt sein können. Wenn. Ich mich nicht mit dem Weinverkäufer gestritten hätte. Nicht aus seiner Boutique gerannt wäre, ohne etwas zu kaufen, und schließlich die Flasche Pommard genommen hätte, die Marc am vorangegangenen Wochenende aus Burgund mitgebracht hatte und die in die Anzeigenseiten von Libération gewickelt war.

„Emilie, Aix 1976. Komm so schnell wie möglich zu mir nach Genua. Dario.“

Dario Contadino. Ihre erste Liebe. Unvergessen.
Sie ist noch so geistesgegenwärtig, den Herd abzuschalten und die Kerzen zu löschen.
Dann nimmt sie die Autoschlüssel und fährt los. Hals über Kopf. Ohne ihr Handy oder Gepäck mitzunehmen Sie schreibt ihrem Mann nur, er solle sich „BLOSS keine Sorgen“ machen.
In Rückblicken, mit wunderschönen Beschreibungen, wie in einem französischen Film der Siebziger Jahre, erzählt Veronique Olmi die Liebesgeschichte der beiden Sechzehnjährigen. Dario, der italienische Liebling der Götter, nein, der französischen Mädchen, ist vielfach geküsst, doch nur mit Emilie verbindet ihn mehr als mit den anderen. Bisher kennt sie so etwas wie Symbiose nur aus dem Verhältnis zu ihrer großen Schwester, „der ein Chromosom fehlt“.  Dario ist es, der sie aus der Eintönigkeit des Familienlebens herausholt, sie wortlos versteht, und ihr zum ersten Mal in der Kabine eines Schallplattenladens Chopin vorspielt, ein erster inniger Moment.

(…) ein Wort, dass ich noch nicht kannte, verband Dario und mich und entfernte uns von den anderen.
Später lernte ich dieses Wort: „Intimität“. So nah an der Schüchternheit. Fast dieselbe Zartheit, die Geduld, die man braucht, um dorthin zu gelangen.

Auch jetzt entflieht sie ihrem eintönigen Leben mit den drei Töchtern, die sie nicht mehr brauchen und dem Mann, der ihr langweilig geworden ist.

Lieben wir uns, Marc und ich? Ich glaube eher, wir verstehen uns gut, trotz unserem Gezanke, und wir tun, was wir zu tun haben. Unsere Freunde, die sich nacheinander im regelmäßigen Rhythmus von drei Monaten scheiden lassen, sagen uns, was für ein Glück wir haben, dass wir beide „auf einer Wellenlänge liegen“.
Sie wissen nicht, dass sich diese Welle nicht bewegt, sie tanzt nicht durch die Luft und vibriert tatsächlich nicht genug, um uns über Bord zu werfen. Wir liegen in derselben Hängematte. Um uns herum schwankt alles und wir halten uns aneinander fest.

Paris hinter sich lassend, lässt sie sich treiben, fährt erst nach Aix-en-Provence, besucht ihre Schwester im Heim, wird von einer der Töchter aufgespürt, die ihre Mutter natürlich überhaupt nicht versteht. Auch ihr Mann kann nicht begreifen, was sie da tut. Auch sie selbst wundert sich immer wieder über ihre Sehnsucht nach Dario, die so plötzlich ausgebrochen ist und so lange verborgen lag. Zu Recht fragt sie sich, ob diese Anzeige wirklich ihr galt.

In Genua angekommen, wird sie mit harten Realitäten konfrontiert. Auch wenn Emilie tatsächlich die in der Anzeige Angesprochene ist, so war es nicht Dario, der sie aufgegeben hat …

Der nostalgischen Verklärung meiner Jugendzeit ziemlich abgeneigt – jeder zufällig gehörte Siebziger-Jahre-Titel katapultiert mich ungewollt in die Sonntagnachmittag-Disco vom Katholischen Jugendheim – hat mich dieser Roman sehr berührt und nachdenklich zurückgelassen. Wie sagt Emilie zu Beginn des Buches:

„Manchmal genügt ein Nichts, damit das Leben aus den Fugen gerät.“

Véronique Olmi
Die erste Liebe
Aus dem Französischen von Claudia Steinitz
Kunstmann 19,90 €
978-3-88897-702-2

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Wohltemperierte Rezepte zwischen zwei Gedichtbänden

Prof. Pu empfiehlt: “Kulinarisches Traktat für traurige Frauen” von Héctor Abad

Prof. Pu mit einem literarisch-kulinarischen Leckerbissen [ 3:10 ] Jetzt abspielen | Download

Zugegeben, gekauft habe ich das Buch wegen seines originellen Titels, umso glücklicher war ich, dass Abad sein Versprechen hält. Er tröstet, amüsiert und lenkt ab – sollte Lektüre nicht genau so sein?

Heutzutage nennt man es ja gerne Soulfood – ich nenne es lieber Trostessen: Kartoffelpüree, Vanillepudding mit dem Plastiklöffel, Milchreis, Nuss-Nougat-Creme direkt aus dem Glas, Schokolade sowieso … Bei Héctor Abad gibt es wesentlich kompliziertere Dinge, dafür versprechen sie für alle Aggregatszustände von Traurigkeit eine erheblich bessere Wirkung als der schnöde Pudding es je erreichen kann.

“An den Nachmittagen mit anhaltendem Nieselregen, wenn der Geliebte weit fort ist und die Last seiner Abwesenheit dich erdrückt, schneide aus deinem Garten achtundzwanzig frische Melissenblätter und brühe sie mit einem Liter Wasser zu einem Tee.”

Er empfiehlt, den Tee “mit dem Rücken zum Nachmittag aus einer weißen Tasse“ zu trinken, wie poetisch! Hinreißend auch das Rezept für „Blumenkohl im Nebel“ , mit der Empfehlung, seine Melancholie mit diesen „unverwelklichen, absurden, prähistorischen Röschen“ zu teilen.

Abads Traktat ist eine Mischung aus mittelalterlichem Hausbuch, Ratgeber für alle Formen von Liebeskummer, inklusive Eifersuchtsanfällen, und einer Art Hexenkochbuch, vor allem aber ist es ein wunderschönes, intelligentes  und spielerisches Bekenntnis zur Melancholie.  Mit leichtfüßiger Ironie und erstaunlichem Einfühlungsvermögen in die weiblichen Empfindsamkeiten und Empfindlichkeiten scheut er die Wahrheit nicht, nimmt er kein Blatt vor den Mund.
Eine Frau sucht nach Bestätigung?

“Ich habe das geeignete Rezept dafür.  (…) Es wird auf der Grundlage von einfachstem Geflügel zubereitet und hat einen Namen, den du mir angesichts der Umstände verzeihen musst: Hähnchen à la cocotte. Cocotte, coco-tte – kokettierst du gerne?”

Es gibt Rezepte gegen Gelüste in der Schwangerschaft, für eine gesunde Gesichtsfarbe, Rezepte zum Auslöschen unangenehmer Erinnerungen, gegen Eifersucht, für die perfekten Küsse, gegen trostloses Zusammenleben. Meine allerliebste Empfehlung aber ist, für den Fall, dass einen alle Worte krank machen und man sich selbst nicht mehr hören kann, einen Teller Spaghetti aglio e oglio zu kochen, ihn zwischen zwei Gedichtbände zu legen und immer abwechselnd in den Büchern zu lesen.

“Dahinter stellst du ein volles Glas trockenen Rotwein. Jede andere Gesellschaft ist nicht empfehlenswert.”

Buchprädikat: Besonders empfehlenswert!

Héctor Abad
Kulinarisches Traktat für traurige Frauen
Deutsch von Sabine Giersberg
Wagenbach Taschenbuch € 8,90
ISBN 978-3-8031-2546-0

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