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Blogger Powwow (3) – Nachschlag zu Nippon Connection 2011

Nippon Connection 2011 – das diesjährige Festival des japanischen Films in Frankfurt ist schon ein paar Monate her. Trotzdem haben die SchönerDenker noch etwas zum Thema auf Halde. Denn natürlich waren auch viele andere AutorInnen anderer Blogs vor Ort, und am zweiten oder dritten Festivaltag ergab sich ganz ungeplant ein sehr spannender Austausch von Gedanken und Eindrücken, den wir nicht auf der Festplatte verrotten lassen möchten:

Der dritte und letzte Teil des Powwow [ 15:41 ] Jetzt abspielen | Download

Im dritten und letzten Teil des Mitschnitts geht es sehr rasch vor allem um den Niederschlag der japanischen Gegenwart in der Kunst: ausgehend von der Dokumentation “ANPO: Art X War” diskutieren Chris MaGee (Toronto J Film Powwow), Roger Macy (Midnight Eye) und Cathy Munroe Hotes (Nishikata Film Review) über ihre ganz persönlichen Assoziationen zu diesem Bericht über die bis heute problematische Militärpräsenz der U.S.A. in Japan. Und zuletzt landen wir – wohl unvermeidlich – auch bei der von den Katastrophen geprägten Gegenwart Japans. An dieser Stelle noch vielen Dank an unsere Mitblogger!

Filmszene aus: “ANPO Art X War”

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Blogger Powwow (2) – Nachschlag zu Nippon Connection 2011

Nippon Connection 2011 – das diesjährige Festival des japanischen Films in Frankfurt ist schon ein paar Monate her. Trotzdem haben die SchönerDenker noch etwas zum Thema auf Halde. Denn natürlich waren auch viele andere AutorInnen anderer Blogs vor Ort, und am zweiten oder dritten Festivaltag ergab sich ganz ungeplant ein sehr spannender Austausch von Gedanken und Eindrücken, den wir nicht auf der Festplatte verrotten lassen möchten:

Bloggerdiskussion Teil 2 [ 10:53 ] Jetzt abspielen | Download

Ciprian DavidIm zweiten Teil des Mitschnitts erfahren wir zunächst von Cyprian David von Negativ und der Düsseldorfer Bloggerin Karoline Steinfatt, warum sie eigentlich zu Nippon Connection gekommen sind; Cathy Munroe Hotes von Nishikata Eiga erläutert noch einmal ihre Ideen zum Phänomen der Japanese Half-Hour und kommt dann auf einige neuere Entwicklungen der japanischen Filmindustrie zu sprechen. Roger Macy von MidnightEye stößt zu unserer Runde und erklärt, warum die enormen Fortschritte der digitalen Filmtechnik dem Kino nicht immer guttun.

Zuletzt unterhalten wir uns u.a. mit Roger MaGee vom Toronto J-Film Pow-Wow darüber, welche Rolle das Phantastische im japanischen Film spielt – und auch darüber, dass es schwierig ist, für Filme mit phantastischen Elementen gute Kurzprogrammtexte (blurbs) zu schreiben.

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Blogger Powwow (1) – Nachschlag zu Nippon Connection 2011

Nippon Connection 2011 – das diesjährige Festival des japanischen Films in Frankfurt ist schon ein paar Monate her. Trotzdem haben die SchönerDenker noch etwas zum Thema auf Halde. Denn natürlich waren auch viele andere AutorInnen anderer Blogs vor Ort, und am zweiten oder dritten Festivaltag ergab sich ganz ungeplant ein sehr spannender Austausch von Gedanken und Eindrücken, den wir nicht auf der Festplatte verrotten lassen möchten:

Das BloggerPowWow @ NC 2011 [ 12:11 ] Jetzt abspielen | Download

Die einzigartige Cathy at NC 2011 (Foto: Thomas Laufersweiler)Im ersten Teil des Mitschnitts stellen sich erst einmal alle vor. Danach kann man erfahren, welches tolle Geschenk Cathy Munroe Hotes von Nishikata Eiga an diesem Tag erhalten und was das mit ihrer Begeisterung für japanische Art Animation zu tun hat; Mark Saint-Cyr und Chris MaGee vom Toronto JFilmPowWow machen sich Gedanken darüber, ob man im kommenden Jahr bereits filmische Verarbeitungen der Erdbeben- und Atomkatastrophe in Japan zu sehen bekommen wird; Simon Born vom Filmmagazin Negativ hat, kaum angekommen, bereits einen Lieblingsfilm gefunden.

Zum Abschluss unterhalten wir uns über das Phänomen der Japanese Half-Hour – was das ist, und ob Kanadier damit besser zurechtkommen als Deutsche, erfahrt Ihr im Podcast.

Origami auf der Nippon Connection 2011 (Foto: Thomas Laufersweiler)

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Nachtrag zu Nippon Connection:
“Rinco’s Restaurant”

Rinco's Restaurant

Nippon Connection 2011 – Thomas über “Rinco’s Restaurant”
(Shokudo katatsumuri) von Mai TOMINAGA

Thomas lobt [ 3:29 ] Jetzt abspielen | Download

Ein Frauenfilm, ein Film für Köche, eine warmherzige und leichter bekömmliche Variante von “Die wunderbare Welt der Amelie” – eine tragische Komödie, darüber, dass Liebe doch durch den Magen geht :-) Kathy weiß, was das nun wiederum mit Slow Food zu tun hat:

“Freshness and simplicity are two of the defining features of traditional Japanese cooking. While in recent decades fast food may have made substantial gains in terms of popularity, there has long been a strong counter-resistance to these pressures of modernity. Rinco’s Restaurant (Shokudo Katatsumuri, 2010) is a film designed to appeal to an audience who appreciates organic slow food. In fact, a literal translation of the film title is actually “Snail Restaurant” – a name that Rinco chooses because of the slow and loving way in which she prepares her food.”

Sehr sehenswert, findet auch Holly Becker:

“But anyway, this film, Rinco’s Restaurant, is a Japanese film and has lots of gorgeous scenes in it and if you love to cook and enjoy lots of eye candy, you must check it out. (…) There is a lot of depth in this film and loads of creative vision and fun things to look at — each scene could be a picture, it’s all quite visually stunning. I watched it on the long haul flight from Los Angeles on Monday and found myself totally lost in the sheer prettiness of it all…”

Und Nils warnt hungrige Zuschauer zurecht:

“One final word of warning: make sure you are either pretty well stuffed or you have quick access to food while watching this film. The “restaurant” bit of the title isn’t merely there for show, the film features quite a few cooking scenes which are mouth-watering sublime. It’s something in the way the Japanese think about food (think Kamome Diner) which turns their preparation of food into an almost sacred art. There is no shortage of people cooking in front of sun-lit windows, enjoying the sound and smells of steaming, sizzling pans in front of them, so beware.”

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“Coming Future”: Gesichter einer Stadt, Gesichter einer Generation

Nippon Connection 2011 – Thomas über die Dokumentation
“Coming Future” (Shinka) von Kyuya NAKAGAWA

Thomas über die Dokumentation "Coming Future" [ 2:18 ] Jetzt abspielen | Download

In der Fragerunde nach dem Film spricht Nakagawa über den von ihm gesetzten Rahmen, über die Bedeutung der Zahlen in der Performance, über die Filmmusik – meine Nachfrage, ob die Regisseure so unpolitisch sind, wie sie mir in “Coming Future erschienen, ging dann in der Übersetzung verloren – andererseits beschrieb Nakagawa das dunkle Nach-Fukushima-Tokio, das ohne die bunten Lichter der Großstadt mittlerweile seinen Charakter verändert hat:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Als ich hörte, dass Nakagawa sieben junge Regisseure seiner Generation am Weihnachtsabend in Tokio für eine Dokumentation interviewte, waren meine Erwartungen sehr hoch – hatte ich doch mit ähnlichem Konzept schon in den vergangenen Jahren Dokumentation über deutsche, französische oder amerikanische Regisseure gesehen. Dichte Atmosphäre, politisch-gesellschaftliche Statements, Spannungen und Auseinandersetzungen untereinander, aber auch mit der Welt, dem Staat, dem Kapitalismus – das haben diese Dokumentationen alle geboten; “Coming Future” nicht:

Filmszene aus Coming Future

Nakagawa ist ohne Konzept in dieses Unternehmen aufgebrochen – und so bleiben die Höhepunkte einzelne Glückstreffer, zum Beispiel das erste Interview mit Tetsuaki Matsue oder die zufällige Begegnung mit Navy-Soldaten, die alle – sagen sie – japanische Freundinnen haben und Weihnachtsparty feiern wollen. Immerhin erfahren wir, dass Satoko Yokohama, die Regisseurin von “Bare Essence of Life” durch “Clockwork Orange” angefixt wurde für die Filmkunst und dass Männer eigentlich nur Filme machen, um Frauen zu beeindrucken. Aber alles, was wir Männer machen, dient doch diesem Zweck oder? Fazit: Nakagawa hat einige wunderbare Szenen eingefangen, aber es gelingt ihm nicht die Spannung über den Film hin zu halten. Ein bisschen entäuschend, zumindest wenn man mit hohen Erwartungen an den Film herangegangen ist.

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“The Tatami Galaxy”: Schicksalsvarianten

Nippon Connection 2011 – Thomas befragt Harald zu
The Tatami Galaxy (Yojohan shinwa taikei) von Masaaki YUASA, Japan 2010

Harald über "The Tatami Galaxy" [ 2:04 ] Jetzt abspielen | Download

Das Festival schreibt dazu:

“Mit der Romanadaption THE TATAMI GALAXY setzt Ausnahmetalent Masaaki YUASA seiner vielfältigen Animationskunst ein weiteres Denkmal. Unter den Augen eines zwielichtigen Gottes und begleitet von seinem garstigen Freund Ozu erlebt ein namenloser Student während jeder Episode eine mögliche Variante seines Schicksals und scheint dabei stets zum Scheitern verurteilt zu sein. Wenn Masaaki YUASA in seinem atemberaubenden Bilderrausch Highspeed-Philosophie auf eine große Portion Humor treffen lässt, wird schnell klar: Diese Serie gehört auf die Leinwand! Kaum verwunderlich also, dass THE TATAMI GALAXY kürzlich als erste Fernsehserie mit dem Großen Preis des Japan Media Arts Festivals ausgezeichnet wurde.”

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“Karate-Robo Zaborgar”: Das Transformers-Original

Nippon Connection 2011 – Thomas befragt Harald zu
“Karate-Robo Zanborgar” von Noboru IGUCHI, Japan 2011

Harald über die Rückkehr des "Karate-Robo Zaborgar" [ 2:35 ] Jetzt abspielen | Download

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“Helldriver”: Ein Herz für Kettensägen

Nippon Connection 2011 – Thomas befragt Harald zu
Helldriver, von Yoshihiro NISHIMURA, Japan 2010

Harald über "Helldriver" [ 3:47 ] Jetzt abspielen | Download

Das sagt das Festival über Helldriver:

“Nachdem die nördliche Hälfte Japans durch eine mysteriöse Infektion zu einer Zombie-verseuchten Gegenkultur mutiert ist, kann nur das Schulmädchen Kika das Land retten. Ausgestattet mit einem Kettensägenschwert führt sie eine Guerillaeinheit in das Herz der verseuchten Einöde. Irgendwo zwischen Romero, Jackson und Troma gelingt es NISHIMURA ein erfrischend eigenständiges Szenario zu schaffen, welches das träge Genre des Zombiesplatters mit einem krachenden Soundtrack mühelos zu neuem Leben erweckt. HELLDRIVER bietet weit mehr als abgedrehten Splatter von Meisterhand, mehr als anarchische Gewaltfantasien kreativer Verstümmelung. Und doch beides in Massen!”

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