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Januar

15.1.1919: Ermordung von Luxemburg und Liebknecht

Der „Spartakus-Aufstand“ war bereits niedergeschlagen, als Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht der Garde-Kavallerie-Schützen-Division übergeben wurden. Durch ihren Widerstand während des Ersten Weltkrieges bekannt geworden, unterstützten Luxemburg und Liebknecht nach Kriegsende den Aufbau einer Räterepublik. Ihre aktive Parteinahme während des Aufstandes verstärkte die Entfremdung gegenüber der SPD und hatte eine weitere Radikalisierung innerhalb der Linken zur Folge. Nach ihrer Verhaftung wurden Liebknecht und Luxemburg zunächst gefoltert und dann durch den Freikorps-Leutnant Hermann Souchon am 15.1.1919 ermordet. Ihre Leichen wurden in den Berliner Landwehrkanal geworfen. weiterlesen

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14.01.1909: Ernst Negers Geburtstag

Mit „Heile, heile Gänsje …“ traf Ernst Neger den Nerv der Zeit. Als er 1952 das Lied zum ersten Mal öffentlich sang, waren die Spuren des Krieges allgegenwärtig. Auch in Mainz. Negers Interpretation war ein Trostspender der besonderen Art. Sie entsprach nicht nur dem Wunsch des Publikums nach Zuversicht und menschlicher Nähe, sondern half ihm mit den Folgen des Krieges fertig zu werden. Neger vermied jedoch durch seine sensible und einfühlsame Art der Darstellung sowie durch seinen Mainzer Lokalpatriotismus politische Irritationen. Stattdessen wurde der Dachdeckermeister zu einem der Höhepunkte der Mainzer Fassenacht.

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“Wenn du was machst, dann muss es von Herze kommen. Das merke die Leit.” Porträt der Fastnachtslegende bei SWR.de.

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8.1.1889: Die Erfindung des Lochs zur Speicherung des Wissens

Die Abstraktion von Wissen war der Schlüssel zu seiner Vermehrung. Ohne die Idee von Gottfried Wilhelm Leibniz, jede Information in 0 und 1 aufzuteilen, wäre eine elektronische Datenverarbeitung – und damit das Informationszeitalter – nicht denkbar gewesen. Hilfreich waren auch die Lochkarten, die Informationen kodierten. 1889 meldete der Erfinder Hermann Hollerith, ein Pfälzer,  seine Lochkartenmaschine zum Patent
an – und seinen ersten wichtigen Einsatz hatte das neue System gleich 1890 bei der Volkszählung in den Vereinigten Staaten:

“Das später im Computerbereich weit verbreitete Lochkartenformat geht auf die US-amerikanische Volkszählung 1890 zurück, zu der Herman Hollerith ein auf Lochkarten basierendes Verfahren einschließlich der zugehörigen Stanz- und Auswertemaschinen Tabelliermaschinen entwickelte. Dr. Herman Hollerith schaffte in nur 4 Wochen die komplette Erfassung und Auswertung der 11. amerikanischen Volkszählung im Jahre 1890. Seine Maschinen wurden von etwa 40 Mitarbeitern bedient.” (Wikipedia)

Die Begeisterung war groß: weiterlesen

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6.1.1884: Gregor Mendel

Ein wenig unscheinbar war es schon, was dieser Mönch aus Brünn da machte. Aber es half zu erklären, was Darwin nur vermutete. Gregor Mendels Vererbungsregeln waren ein Schlüssel bei der Suche nach dem Mechanismus der Evolution. Mit buchhalterischer Akribie kreuzte er Erbsen verschiedener Farbe und Form, notierte die Ergebnisse und entdeckte ein System.

Sein Ergebnis: Das Aussehen der Erbsen war nicht willkürlich, sondern folgte bestimmten Regeln. Einige ihrer Eigenschaften ließen sich, wenn man diese Regeln beachtete, gezielt von Generation zu Generation weiter vererben. Sie waren also dominant. Andere schienen nach einer Generation zu verschwinden, tauchten aber nach weiteren Kreuzungen wieder auf. Mendel nannte dieses Verhalten „rezessiv“. Entgegen der Meinung der Evolutionskritiker verschwanden die Erbeigenschaften also nicht, sondern wurden nur zeitweise von dominanten Erbanlagen überlagert. Vererbung war kein Glücksspiel mehr, sondern durch reproduzierbare Versuche belegbar. weiterlesen

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5.1.1919: Spartakusaufstand

Am Ende war der Graben tiefer denn je. Die Spaltung der deutschen Linken erreichte am 5. Januar 1919 ihren blutigen Höhepunkt. Seit dem 9. November 1918 beherrschten Arbeiter- und Soldatenräte zusammen mit SPD und USPD/KPD das politische Leben in Deutschland. Doch die Ziele dieser Revolution blieben auch Monate nach dem Sturz der Monarchie umstritten.

Immer öfter löste der Streit über tagespolitische Fragen Spannungen zwischen Vertretern von SPD und USPD aus. Mit dem Spartakusaufstand eskalierte dieser Konflikt und führte zunächst in in Berlin und später auch in anderen Städten zu bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen Freikorps und Soldatenräten. Ursache hierfür waren die Erstürmung des Berliner Stadtschlosses sowie die danach von USPD-Anhängern eingeleitete Besetzung des Berliner Zeitungsviertels. Barrikadenkämpfe und Straßenschlachten waren die Folge und forderten bis zum 12. Januar 1919 über 5.000 Todesopfer.

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3.1.1959: Alaska wird 49. Bundesstaat der USA

Der Norden ist anders. “The last frontier” – wie die Amerikaner Alaska nennen – hat seine Eigenarten. Nicht nur klimatisch und geographisch, vor allem auch historisch. Von Russen entdeckt, von Russen erkundet, von den USA gekauft – so die kurze Zusammenfassung der Geschichte dieses nördlichsten Bundesstaates.

Anfangs war man etwas ratlos mit dem, was man da am 9. April 1867 für 7,2 Millionen Dollar erworben hatte. Aber der Zar war klamm, die Schlappe im Krim-Krieg kostete Geld, das man nicht hatte und so verkaufte man halt ein Stück Russland. Alaska blieb von Moskau aus schwer zu erreichen und seine erlegbaren “Rohstoffe” Otter, Bären und anderes Pelzgetier, hatte man beinahe vollständig ausgerottet. weiterlesen

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2.1.1999: Sebastian Haffner

Er war Zeitzeuge und sprach darüber. Sebastian Haffner war Publizist. Bekannt durch Fernsehserien wie “Dokumente deutschen Daseins” und Bücher wie “Anmerkungen zu Hitler” prägte sich der Mann mit dem stechenden Blick in das Bewusstsein der Deutschen ein. Unter Wilhelm II geboren, in der Weimarer Republik groß geworden und unter Hitler geflohen, hat Haffner den Weg Deutschlands in den Abgrund mitverfolgt und später, nach seiner Rückkehr aus dem Londoner Exil beschrieben. Vielfach ausgezeichnet starb Haffner am 2. Januar 1999 im Alter von 88 Jahren.

[Mehr Jahrestage bei Sternzeit]

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