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Die Üblichen Verdächtigen

“Real Steel”: Blechboxen für die ganze Familie

Tom und Harald haben sich Transformers Rocky Real Steel angeschaut – ein überraschend großer Spaß. Im Podcast reden sie über glaubwürdige Charaktere, dramatische Momente und atemberaubende Roboter, gute Gags und die wunderschöne Evangeline Lilly:

Da fliegt mir gleich das Blech weg! [ 3:19 ] Jetzt abspielen | Download

Real Steel
USA, Indien 2011, 126 Min., Regie: Shawn Levy

Andere Meinungen

Daniel Sander findet: “”Real Steel” ist filmgewordener grober Unfug. Manchmal gibt es nichts Besseres.” Und Ciprian von NEGATIV gehen fast die Gefühle durch :-)

“Und wir sind alle erobert vom Melodram des Films, wir freuen uns alle mit und bangen mit dem Jungen, mit dem Roboter, mit Charlie, und Charlie boxt in Zeitlupe, einzelne Nebenfiguren skandieren stumm in Zeitlupe mit, der Junge weint, Charlies Freundin weint, und wir weinen mit, Tränen der Freude, der Empathie – in Zeitlupe.”

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“Killer Elite”: Das Erste, was stirbt, ist der Spaß

Ein etwas eingegrenzter Verdächtigenkreis war in dem mit rasantem Trailer angekündigten Actionfilm “Killer Elite”, der immerhin mit dem kernigen Trio Jason Statham, Clive Owen und Robert De Niro aufwartet.

Verkocht wurde eigentlich fast alles, was das Actionmögerherz begehrt – Fäuste flogen, Reifen quietschten, es wurde geballert, über Dächer geturnt und zwischendrin einer betörenden Blondine tief in die Augen geschaut, dass es eine Freude hätte sein können, inklusive der potenziell charmanten Besonderheit, dass der Film tief in den guten alten 1980ern spielt, was schonmal Clive Owens Rotzbremse erklärt.

Trotz der gut ausgewählten Darsteller, der angemessen unaufdringlich-eindimensionalen Story und der fast vollständig versammelten Bierchenfilmrequisiten fehlte jedoch leider für uns etwas Entscheidendes. Was das war, erfahrt Ihr im Podcast:

Nicht lustig [ 4:24 ] Jetzt abspielen | Download

The Killer Elite
AU/USA 2011, 117 Minuten, Regie: Gary McKendry

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“Contagion”: spannungsfreies Kopfkino

Im Podcast reden die Üblichen Verdächtigen (heute etwas länger) über das Genre Epidemiefilm, sehr guten Schnitt, unpassende Lounge-Musik, zuviele Stars und zuwenig Projektionsflächen, Andromeda Strain und Händeschütteln:

Perfektes Handwerk ohne Spannung [ 8:58 ] Jetzt abspielen | Download

Es gibt Filme, deren Qualität unbestreitbar ist. Ob sie einen aber auch unterhalten, ist eine ganz andere Frage. Zu diesen Filmen gehört Soderberghs “Contagion”, der die Regeln des Genre nicht befolgen will. Im Film ist die Aufmerksamkeit auf viele Personen verteilt: eine untreue Geschäftsreisende, ein gehörnter Ehemann, der seine Tochter retten will, vier ganz verschiedene Mitarbeiter der WHO, ein rebellischer Blogger, alle dargestellt von großartigen (und sehr bekannten) Schauspielern. Spannung ist auf der Jagd nach dem Patient Null, bei der Suche nach dem Heilmittel, auf der Flucht vor Infizierten eigentlich vorprogrammiert. Es sei denn Herr Soderbergh hat sich in den Kopf gesetzt, genau das zu verhindern. Mit Erfolg.

Contagion
USA, VAE 2011, 105 Min., Regie: Steven Soderbergh

Andere Meinungen

Der Kineast wäre auch gerne etwas mehr auf die Kinofolter gespannt worden:

Insgesamt hätte ich mir den Film spannender gewünscht. Eigentlich ist man ja froh, dass es eben kein reißerischer und übertriebener Actionfilm geworden ist, aber wenn man sich an Dustin Hofmann in „Outbreak“ erinnert, vermisst man bei „Contagion“ schon ein bisschen das aufregende Gefühl des Hin-und Herrutschens im Kinosessel.

Cinekie fragt sich ob Spielfilm oder Dokumentation:

“Contagion” wirkt aufgrund seiner ruhigen und distanzierten Art zuweilen eher wie eine Dokumentation im Spielfilmgewand. Für einen Thriller fehlt der Geschichte die nötige Spannung, für ein Drama gehen einem die Figuren nicht nahe genug.

Auf Programmkino.de lobt Günter H. Jekubzik die politische Ebene des Films:

Inzwischen ist Soderberghs „Contagion“ kaum merklich sehr politisch geworden. Überhaupt ist sein Film vielleicht nicht so emotional-dramatisch wie „Outbreak“ aus dem gleichen Genre, dafür viel umfassender, informativer, kurz: intelligenter. Und die Schutzanzüge sehen mittlerweile viel besser aus! Zwar verliert der Regie- und Kamera-Meister ein bis zwei Figuren – wortwörtlich, nicht im Euphemismus für das Sterben – und die WHO kommt etwas zu positiv weg, doch man gewinnt bei aller Spannung auch eine Menge Einsichten. Moralische Entscheidungen bleiben zwar offen, doch der übliche Hollywood-Film, hätte sie unter dicker Marschmusik gar nicht erst aufkommen lassen.

Netzpilot Christian Porsch fordert für diesen Film Kinopflicht und grübelt über Hygiene nach:

Der Konsum des Films ist zum Glück völlig keimfrei, ansteckend ist jedoch das Gefühl nach permanenter Sauberkeit. So überlegt man zwei Mal wie man Türen öffnet und wie abartig es eigentlich ist sich ständig ins Gesicht zu fassen, oder das Fahrgäste in der U-Bahn sich an der Stange festhalten bis ein Platz frei wird um sich anschließend hinzusetzten und mit der „kontaminierten“ Hand im Mund „herumspielen“.

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“Apollo 18″: Moonwitch Project

Prof. Pu macht Pause und kommt in zwei Wochen mit einem neuen Buch zurück. Statt dessen heute Kino:

Machen wir nicht viele Worte: Man darf an allem sparen, nur nicht am Drehbuch und an der Dialogregie. Genau da hapert es bei “Apollo 18″. Eine schöne Idee eigentlich – ein Blairwitch Projekt-artiger SF-Thriller, aber weitgehend fade, inspirationsfrei und mit einem C-Kategorie-Script. Im Podcast reden die Üblichen Verdächtigen über 5 Millionen Dollar, zuviel oder zuwenig SF, Kinokleber und den “Moon” von Duncan Jones:

On the bad side of the moon ... [ 3:24 ] Jetzt abspielen | Download

Apollo 18
USA, CAN 2011, 88 Min., Regie: Gonzalo Lopez-Gallego

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“Tim und Struppi und das Geheimnis der Einhorn”: Klassisches Abenteuerkino

Tintin (c) Columbia/Sony 2011

Am Anfang sitzt Tim vor einem Karikaturisten und bekommt als 3D-Filmheld ein 2D-Portrait auf Papier – genauso wie Hergé ihn gezeichnet hatte. Diese Verbeugung vor dem Original spricht für den ganzen Film. Spielberg und Jackson legen nicht nur eine kindliche Begeisterung für ihre Vorlage an den Tag sondern auch viel Respekt. Mit einer perfekten Technik, die bei “Beowulf” noch erschreckend schlecht aussah, erwecken sie den Comic-Klassiker zu neuem Leben. Und es funktioniert! Auch wenn das Comic-Puristen anders sehen mögen: Es macht Spaß, Tim, Struppi und Kapitän Haddock durch ihr zwischendurch atemloses Abenteuer zu folgen, das sehr nach”Indiana Jones” schmeckt – nicht zuletzt durch die Musik von John Williams :-) Jetzt, wo Spielberg George Lucas losgeworden ist, kehrt er mit Peter Jackson und J.J. Abrams wieder zurück zu großer Form. Die Üblichen Verdächtigen haben sich die 2D-Version angeschaut und freuen sich auf jeden Fall schon auf den nächsten Teil. Im Podcast reden Sie über den großartigen Vorspann, ausgereifte Technologie, einen symphatischen Filmhund und loben den Drehbuchautor Steven Moffat:

Hightech-Comic-Abenteuer "Tim und Struppi" [ 3:06 ] Jetzt abspielen | Download

Die Abenteuer von Tim und Struppi – Das Geheimnis der Einhorn (The Adventures of Tintin)
USA, NZL 2011, 107 Min., Regie: Steven Spielberg, Produktion: Peter Jackson, Drehbuch u.a.: Steven Moffat

Tintin (c) Columbia/Sony 2011

Andere Meinungen

Christoph Petersen (filmstarts) ist begeistert:

“Der erste Teil „Die Abenteuer von Tim und Struppi – Das Geheimnis der ‚Einhorn‘” gerät unter der Regie von Spielberg zum Triumph – und Jackson, der diesmal als Produzent fungiert, wird sich bei der geplanten Fortsetzung, bei der er die Inszenierung übernehmen soll, ganz schön ins Zeug legen müssen, um das vorgelegte Niveau zu halten: Schließlich ist „Das Geheimnis der ‚Einhorn‘” einer der besten Abenteuerfilme seit Spielberg das Genre 1989 mit „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug” schon einmal revolutionierte – oder anders ausgedrückt: Mit „Die Abenteuer von Tim und Struppi” ist Spielberg nun der Film gelungen, den sich Fans eigentlich schon vor drei Jahren von „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” erhofft hatten.”

Rachel Wolpert (Negativ) zieht ein positives Fazit:

“Wie auch die Indiana Jones – Filme ist Tim und Struppi: Das Geheimnis der Einhorn vergnügliches Unterhaltungskino, das einer bewährten, aber deshalb nicht minderwertigen Dramaturgie folgt. Besonders dank der sorgfältigen Zeichnung der Figuren haben es Spielberg und Jackson geschafft, Hergé gerecht zu werden.”

Auch ein Fan vom Blog Montintin gibt seinen Segen:

“Was mich persönlich überrascht hat, war die Euphorie der Zuschauer. Hier wurde laut Juhuu und JAWOLL gerufen, es wurde geklatscht (auch bei der Eröffnungsszene mit Hergé). Ich war wohl mit anderen Fans im Kino. Für meinen Sohn waren es allerdings die versteckten Kleinigkeiten im Film, die ihn laut ausrufen liessen. “Papa, schau mal, der Arumbaya Fetisch” oder “Da ist ja eine Krabbe mit goldenen Scheren”. Einfach herrlich!”

Tintin (c) Columbia/Sony 2011
Die beiden Masterminds hinter dem Film: Peter Jackson (r.) und Steven Spielberg

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“The Debt – Eine offene Rechnung”: Ein Kammerspiel von Schuld und Wahrheit

“Nur vier Menschen wissen, was hier passiert ist. Die Wahrheit verlässt diesen Raum nicht. Es bleibt unter uns.”

Die Üblichen Verdächtigen sind mit diesem anspruchsvollen Politthriller sehr zufrieden – im Podcast reden sie über Helen Mirren und Elisabeth Chastain, gelungene Zeitsprünge, klaustrophobische Kammerspielmomente und diskutieren über die Auflösung am Schluss:

Gute Noten für "Eine offene Rechnung" [ 4:38 ] Jetzt abspielen | Download

The Debt (Eine offene Rechnung)
USA 2011, Min., Regie:

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“The Guard”: Motherfucking dumb? Or motherfucking smart?

Die Üblichen Verdächtigen waren in der Vorpremiere von “The Guard”, die das Kinoblog NEGATIV veranstaltet hat – mit dem Mainzer Kino Capitol. Im Podcast reden sie über das Kultfilm-Potential dieses schwarzhumorigen Cop-Buddy-Krimis, der aber eigentlich ein Western, aber auf jeden Fall sehr sehenswert ist:

Die Üblichen Verdächtigen loben "The Guard" [ 4:48 ] Jetzt abspielen | Download

NEGATIV hatte in der Ankündigung geschrieben:

“Irischer Kleinstadt-Sergeant (Brendan Gleeson) mit Vorliebe für Prostituierte und einem Hang zu rassistischen Bemerkungen trifft auf afroamerikanischen FBI-Agenten (Don Cheadle), der zielstrebig seine Karrierepläne verfolgt: Dieses explosive Gemisch soll nun jedoch gemeinsam auf Verbrecherjagd gehen. Na da können die Drogen-Schmuggler ja kommen. „The Guard“ bietet überraschend vielschichtiges Genrekino und feierte seine Premiere bei der Berlinale.”

The Guard (Ein Ire sieht schwarz)
IRL/UK 2011, 96 Min., Regie und Drehbuch: John Michael McDonagh

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“Conan 3D”: Eindimensionale Einfallslosigkeit

Die Üblichen Verdächtigen hat der Barbar nicht umgehauen. Im Podcast lästern Tom und Tom über ausgebliebene Schlüsselszenen, 3D-Nepp, FSK 18, Hebammen und good old Arnold:

Wieder ein überflüssiges Remake [ 5:14 ] Jetzt abspielen | Download

Reden wir nicht drumherum: Ein “Conan”-Remake ist natürlich kein Kindergeburtstag und kein leiser Autorenfilm. Aber das ist noch lange keine Ausrede dafür, einen völlig einfallslosen Film abzuliefern, der noch dazu mit einem nachträglich reingekleisterten Billig-3D auf die Nerven geht. Sehenswert sind eigentlich zwei Szenen am Anfang: Conans Geburt und sein erster Kampf. Danach kann man das Kino eigentlich schon wieder verlassen.

Conan (Conan the Barbarian)
USA 2011, 113 Min., Regie: Marcus Nispel

Und hier zur Auffrischung der Erinnerung an einen charmanten Trashfilm aus dem Jahr 1982:

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