• SchönerDenken
  • Kino
  • Japan
  • Die Üblichen Verdächtigen
  • gAAAbe
  • Prof. Pu
  • SF ... revisited

Big in Japan

Blogger Powwow (1) – Nachschlag zu Nippon Connection 2011

Nippon Connection 2011 – das diesjährige Festival des japanischen Films in Frankfurt ist schon ein paar Monate her. Trotzdem haben die SchönerDenker noch etwas zum Thema auf Halde. Denn natürlich waren auch viele andere AutorInnen anderer Blogs vor Ort, und am zweiten oder dritten Festivaltag ergab sich ganz ungeplant ein sehr spannender Austausch von Gedanken und Eindrücken, den wir nicht auf der Festplatte verrotten lassen möchten:

Das BloggerPowWow @ NC 2011 [ 12:11 ] Jetzt abspielen | Download

Die einzigartige Cathy at NC 2011 (Foto: Thomas Laufersweiler)Im ersten Teil des Mitschnitts stellen sich erst einmal alle vor. Danach kann man erfahren, welches tolle Geschenk Cathy Munroe Hotes von Nishikata Eiga an diesem Tag erhalten und was das mit ihrer Begeisterung für japanische Art Animation zu tun hat; Mark Saint-Cyr und Chris MaGee vom Toronto JFilmPowWow machen sich Gedanken darüber, ob man im kommenden Jahr bereits filmische Verarbeitungen der Erdbeben- und Atomkatastrophe in Japan zu sehen bekommen wird; Simon Born vom Filmmagazin Negativ hat, kaum angekommen, bereits einen Lieblingsfilm gefunden.

Zum Abschluss unterhalten wir uns über das Phänomen der Japanese Half-Hour – was das ist, und ob Kanadier damit besser zurechtkommen als Deutsche, erfahrt Ihr im Podcast.

Origami auf der Nippon Connection 2011 (Foto: Thomas Laufersweiler)

Schreiben Sie einen Kommentar




Nachtrag zu Nippon Connection:
“Rinco’s Restaurant”

Rinco's Restaurant

Nippon Connection 2011 – Thomas über “Rinco’s Restaurant”
(Shokudo katatsumuri) von Mai TOMINAGA

Thomas lobt [ 3:29 ] Jetzt abspielen | Download

Ein Frauenfilm, ein Film für Köche, eine warmherzige und leichter bekömmliche Variante von “Die wunderbare Welt der Amelie” – eine tragische Komödie, darüber, dass Liebe doch durch den Magen geht :-) Kathy weiß, was das nun wiederum mit Slow Food zu tun hat:

“Freshness and simplicity are two of the defining features of traditional Japanese cooking. While in recent decades fast food may have made substantial gains in terms of popularity, there has long been a strong counter-resistance to these pressures of modernity. Rinco’s Restaurant (Shokudo Katatsumuri, 2010) is a film designed to appeal to an audience who appreciates organic slow food. In fact, a literal translation of the film title is actually “Snail Restaurant” – a name that Rinco chooses because of the slow and loving way in which she prepares her food.”

Sehr sehenswert, findet auch Holly Becker:

“But anyway, this film, Rinco’s Restaurant, is a Japanese film and has lots of gorgeous scenes in it and if you love to cook and enjoy lots of eye candy, you must check it out. (…) There is a lot of depth in this film and loads of creative vision and fun things to look at — each scene could be a picture, it’s all quite visually stunning. I watched it on the long haul flight from Los Angeles on Monday and found myself totally lost in the sheer prettiness of it all…”

Und Nils warnt hungrige Zuschauer zurecht:

“One final word of warning: make sure you are either pretty well stuffed or you have quick access to food while watching this film. The “restaurant” bit of the title isn’t merely there for show, the film features quite a few cooking scenes which are mouth-watering sublime. It’s something in the way the Japanese think about food (think Kamome Diner) which turns their preparation of food into an almost sacred art. There is no shortage of people cooking in front of sun-lit windows, enjoying the sound and smells of steaming, sizzling pans in front of them, so beware.”

Ein Kommentar




“Coming Future”: Gesichter einer Stadt, Gesichter einer Generation

Nippon Connection 2011 – Thomas über die Dokumentation
“Coming Future” (Shinka) von Kyuya NAKAGAWA

Thomas über die Dokumentation "Coming Future" [ 2:18 ] Jetzt abspielen | Download

In der Fragerunde nach dem Film spricht Nakagawa über den von ihm gesetzten Rahmen, über die Bedeutung der Zahlen in der Performance, über die Filmmusik – meine Nachfrage, ob die Regisseure so unpolitisch sind, wie sie mir in “Coming Future erschienen, ging dann in der Übersetzung verloren – andererseits beschrieb Nakagawa das dunkle Nach-Fukushima-Tokio, das ohne die bunten Lichter der Großstadt mittlerweile seinen Charakter verändert hat:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Als ich hörte, dass Nakagawa sieben junge Regisseure seiner Generation am Weihnachtsabend in Tokio für eine Dokumentation interviewte, waren meine Erwartungen sehr hoch – hatte ich doch mit ähnlichem Konzept schon in den vergangenen Jahren Dokumentation über deutsche, französische oder amerikanische Regisseure gesehen. Dichte Atmosphäre, politisch-gesellschaftliche Statements, Spannungen und Auseinandersetzungen untereinander, aber auch mit der Welt, dem Staat, dem Kapitalismus – das haben diese Dokumentationen alle geboten; “Coming Future” nicht:

Filmszene aus Coming Future

Nakagawa ist ohne Konzept in dieses Unternehmen aufgebrochen – und so bleiben die Höhepunkte einzelne Glückstreffer, zum Beispiel das erste Interview mit Tetsuaki Matsue oder die zufällige Begegnung mit Navy-Soldaten, die alle – sagen sie – japanische Freundinnen haben und Weihnachtsparty feiern wollen. Immerhin erfahren wir, dass Satoko Yokohama, die Regisseurin von “Bare Essence of Life” durch “Clockwork Orange” angefixt wurde für die Filmkunst und dass Männer eigentlich nur Filme machen, um Frauen zu beeindrucken. Aber alles, was wir Männer machen, dient doch diesem Zweck oder? Fazit: Nakagawa hat einige wunderbare Szenen eingefangen, aber es gelingt ihm nicht die Spannung über den Film hin zu halten. Ein bisschen entäuschend, zumindest wenn man mit hohen Erwartungen an den Film herangegangen ist.

Schreiben Sie einen Kommentar




“The Tatami Galaxy”: Schicksalsvarianten

Nippon Connection 2011 – Thomas befragt Harald zu
The Tatami Galaxy (Yojohan shinwa taikei) von Masaaki YUASA, Japan 2010

Harald über "The Tatami Galaxy" [ 2:04 ] Jetzt abspielen | Download

Das Festival schreibt dazu:

“Mit der Romanadaption THE TATAMI GALAXY setzt Ausnahmetalent Masaaki YUASA seiner vielfältigen Animationskunst ein weiteres Denkmal. Unter den Augen eines zwielichtigen Gottes und begleitet von seinem garstigen Freund Ozu erlebt ein namenloser Student während jeder Episode eine mögliche Variante seines Schicksals und scheint dabei stets zum Scheitern verurteilt zu sein. Wenn Masaaki YUASA in seinem atemberaubenden Bilderrausch Highspeed-Philosophie auf eine große Portion Humor treffen lässt, wird schnell klar: Diese Serie gehört auf die Leinwand! Kaum verwunderlich also, dass THE TATAMI GALAXY kürzlich als erste Fernsehserie mit dem Großen Preis des Japan Media Arts Festivals ausgezeichnet wurde.”

Ein Kommentar




“Karate-Robo Zaborgar”: Das Transformers-Original

Nippon Connection 2011 – Thomas befragt Harald zu
“Karate-Robo Zanborgar” von Noboru IGUCHI, Japan 2011

Harald über die Rückkehr des "Karate-Robo Zaborgar" [ 2:35 ] Jetzt abspielen | Download

Schreiben Sie einen Kommentar




“Helldriver”: Ein Herz für Kettensägen

Nippon Connection 2011 – Thomas befragt Harald zu
Helldriver, von Yoshihiro NISHIMURA, Japan 2010

Harald über "Helldriver" [ 3:47 ] Jetzt abspielen | Download

Das sagt das Festival über Helldriver:

“Nachdem die nördliche Hälfte Japans durch eine mysteriöse Infektion zu einer Zombie-verseuchten Gegenkultur mutiert ist, kann nur das Schulmädchen Kika das Land retten. Ausgestattet mit einem Kettensägenschwert führt sie eine Guerillaeinheit in das Herz der verseuchten Einöde. Irgendwo zwischen Romero, Jackson und Troma gelingt es NISHIMURA ein erfrischend eigenständiges Szenario zu schaffen, welches das träge Genre des Zombiesplatters mit einem krachenden Soundtrack mühelos zu neuem Leben erweckt. HELLDRIVER bietet weit mehr als abgedrehten Splatter von Meisterhand, mehr als anarchische Gewaltfantasien kreativer Verstümmelung. Und doch beides in Massen!”

Schreiben Sie einen Kommentar




“Hero Show”: The Clowns and the Furious, oder Eine Show, die nicht zündete

Nippon Connection 2011 – Thomas und Hendrik über
Hero Show
von Kazuyuki IZUTSU, Japan 2010

Neues Genre: Slapsticksozialdrama [ 4:31 ] Jetzt abspielen | Download

Der eine Yuki möchte unbedingt ein erfolgreicher Komödiant sein, ist aber leider völlig untalentiert und gezwungen, sich sein Geld als Bösewicht in einer herumtingelnden Live-Heldenshow für kleine Kinder zu verdienen. Der andere Yuki war einst Soldat und möchte seine brutale Vergangenheit eigentlich vergessen und ein normales Familienleben führen, lässt sich jedoch hineinziehen in einen Bandenkrieg, bei dem Yuki No. 1 auf der Gegenseite steht. Die beiden ungleichen Namensvettern werden durch die Ereignisse aneinander gebunden, während sich um sie herum der eigentlich harmlose Streit um eine untreue Freundin zu einer blutigen und mörderischen Fehde ausweitet.

aus Hero Show von Kazuyuki Izutsu

Das Programmheft teilte uns im Vorhinein mit, der Film zeige eindrucksvoll, “dass ein bewegendes Sozialdrama nicht zwangsläufig schwarzen Humor oder gar Slapstick ausschließen” müsse. Konnten wir uns dieser Ansicht anschließen? Ganz und gar nicht. Das begann nur damit, dass für uns die angeblichen komödiantischen Aspekte des Films völlig in den brutalen Prügelszenen untergingen, der einzige interessante Charakter für eine Entfaltung keinen Raum hatte, während der andere Protagonist so nervtötend und unsympathisch war, dass allein dies schon den ganzen Film verhageln konnte. Das Publikum um uns herum hatte teilweise wohl ähnliche Schwierigkeiten: einige gingen mittendrin – andere amüsierten sich dagegen offenbar prächtig. Was für uns noch nicht gezündet hat in dieser Nichtheldenaufführung, weiß der Podcast.

Andere Meinungen

Ciprian von NEGATIV kam mit dem Film besser zurecht:

“Die zwei Yukis unternehmen in der zweiten Hälfte des Films eine gemeinsame Reise, Hero Show wird zu einem Road Movie. Während die anderen sich noch um Kleinigkeiten schlagen, werden die zwei gegensätzlichen Figuren sich kennenlernen, die Unterschiede zwischen ihnen erkennen und das Beste von einander übernehmen, sie werden gemeinsam im Verlauf einiger ebenfalls in ihrer Spannung atemberaubenden Szenen Männer werden. Was sie beide daraus machen, vor alle der zweite Yuki, lässt das beeindruckende Ende offen.”

Chris MaGee, einer der intimsten Kenner des japanischen Films mit einer wie erwartet sehr klugen Analyse in TORONTO J-FILM POW-WOW:

“Pacing and a bipolar swing between moods is what prevents “The Hero Show” from being a very, very good film; but having slapstick comedy give way to a seen of grisly brutality that wouldn’t look out of place in a Martin Scorsese gangster film is a little too much territory to travel. Scorsese does have humour in his films and frightening violence, but in the case of the blood-letting Scorsese shocks us for 30-seconds maximum with imagery we can’t forget (think of Joe Pesci being clubbed and buried alive at the end of “Casino”). Izutsu has his violence drag on for 10-minutes. It’s this excessivness, not just with the violence, but with various aspects of the film that bloats “The Hero Show”. A few trims and a little taming could have given us a truly great film, but instead we have either a very interesting cinematic experiment or a perfect movie for the masochist in all of us.”

Schreiben Sie einen Kommentar




Zerstörungen in Tokyo: Shinsuke Sato über “Gantz”

Shinsuke Sato stand nach der ausverkauften Vorführung von “Gantz” Rede und Antwort. “Gantz” war der perfekte Stoff, um einen Action-Film in Tokyo zu drehen – und das war der Traum von Regisseur Shinsuke Sato. Es wurde daher nicht nur im Studio gedreht sondern auch an Originalschauplätzen in Tokyo – und auf einem stillgelegten Parkplatz in Kobe, was eine japanische Zuschauerin in Frankfurt ganz besonders freute. Was bei den Dreharbeiten besonders schwierig war, aus welchen Material das Alienblut hergestellt wurde und wieviel die coolen, schwarzen Kampfanzügen gekostet haben, das erfahren Sie im Podcast:

Regisseur Shinsuke Sato: Action in Tokyo [ 13:10 ] Jetzt abspielen | Download

Andere Meinung

Elisabeth Maurer (NEGATIV):

“Die Strategie, so gut wie nichts über die Hintergründe der bösartigen Außerirdischen oder Gantz zu verraten, macht den besonderen Reiz der Geschichte aus. Denn so ergibt sich eine Welt, die zutiefst pessimistisch und hoffnungslos ist. Die Menschen sind Spielbälle, ein glückliches Ende ist eigentlich unmöglich.”

Und hier Wackelbilder von der Veranstaltung:

Schreiben Sie einen Kommentar




Ältere Beiträge
Twitter facebook XING Impressum

Auf iTunes abonnieren




  • Neue Kommentare

    • marijke kusters bei “Keär man, wär dat getzt lecka!” Ein Besuch im Berliner Currywurstmuseum
    • pu bei Filmtipps für Markus: Das erste Jahr – 1998
    • flim news bei “In Time”: Zeit ist Geld
    • Thomas bei LIFE: Selbstkritik und Pflaumen
    • Götz bei Filmtipps für Markus: Das erste Jahr – 1998
  • Neue Beiträge

    • “Snuff” – Vom Adel im Angesicht des Todes: Sir Samuel Vimes
    • “Ein riskanter Plan”: Sam ist schwindelfrei
    • LIFE: “Das Opfer war so ästhetisch arrangiert, daß es aussah wie ein Gemälde …”
    • “Die Herrlichkeit des Lebens”: Kafkas letzte Liebe
    • TV-TIPP: “District 9″ – Kino wie Katzenfutter
    • Hendrik hilft: Filmtipps für Markus – 1998
    • LIFE: “Man bekommt für alles eine Quittung
    • “Verblendung”: “Darf ich ihn töten?”
    • LIFE: “Ich bin 30 Jahre alt, wohne bei meiner Mutter und habe ein Captain-Kirk-Kostüm.”
    • “Drive”: Es gibt keine guten Haie
  • Kategorien

  • Archive

  • Seiten

    • Impressum
    • Sternzeit
    • Über SchönerDenken
      • Schöner Sprechen
  • Auf dem Zettel haben uns

    • BlogAlm.de
    • Ohrient.de
    • podcast.de
    • podster.de
  • Kino-Links

    • Abspannsitzenbleiber
    • Christians Foyer
    • CineKie
    • Das Manifest
    • FilmSPAICHer
    • In der Kinoprovinz
    • JFilmPowWow
    • Kino, TV und Co.
    • moviepilot
    • NEGATIV
    • Nishikata Eiga
    • OliBlog
    • Online-Filmdatenbank
    • Screenshot
    • Symparanekronemoi
    • Zeitverschwender
  • Meta

    • Anmelden
  • Wir empfehlen

    • Die Computerecke
    • Kosmopiloten
    • Lehrerzimmer
    • Molochronik
    • Pornophonique
    • strange views
    • U wie Umwelt
    • Unsichtbare Bibliothek
    • Zuckerfisch News
  • RSS Tipp: Kosmopiloten

    • Patentstreit: Apple fordert faire Regeln
    • Twitter will sich als Nachrichtenquelle etablieren
    • WebKit-Dominanz bedroht das offene Web
  • RSS 1 x täglich: Sprechbude

    • Silvester bei den Kannibalen von Joachim Ringelnatz
    • Kino – Karl Kraus
    • Auf einen Brand zu – Gotthold Ephraim Lessing
  • SchönerDenken kooperiert mit:


    Blog-Parade

    Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen
    Mit Bloglines abonnieren
    Radio.de
    blogoscoop
    Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de
    Bloggeramt.de


    Läuft mit Wordpress

    Slidingdoor Design von Wayne

    Podcast ermöglicht durch podPress v8.8.10.13